Deutscher Experte unkt

Böser Verdacht: Waren Russlands WM-Kicker gedopt?

WM 2022
08.07.2018 20:15

Da ist es wieder, dieses hässliche Wort - DOPING! Viel zu oft in den vergangenen Jahren warf es dunkle Schatten auf sportliche Großereignisse und die bei ihnen errungenen sportlichen Erfolge. Immer wieder wurden Radfahrer oder auch Leichtathleten dabei als Schummler und Betrüger entlarvt - aber im Fußball? Da war es bisher vergleichsweise still. Doch jetzt, glaubt ein deutscher Experte, sei das Doping auch auf der großen Bühne der Fußball-Weltmeisterschaft angekommen. Und in seinem Visier steht ausgerechnet die Mannschaft von Gastgeber Russland!

(Bild: AP)

Klar ist, dass das Team von Russland bis zu seinem Ausscheiden gegen Kroatien im Viertelfinale durch starke Laufleistungen zu bestechen wusste. In der Vorrunde brachten die Russen nach 90 Minuten Spielzeit auf dem Rasen knapp 15,5 Kilometer mehr hinter sich als die Kicker von Saudi-Arabien. Und gegen Spanien waren es nach 120 Minuten noch immer satte 9 Kilometer, die man der „Furia Roja“ voraus war. Das weckte rasch Misstrauen.

Ganz oben im VIDEO sehen Sie die Highlights von der Viertelfinal-Partie Russlands gegen Kroatien!

(Bild: AFP)

Fritz Sörgel, Leiter des Instituts für biomedizinische und pharmazeutische Forschung in Nürnberg, legt sich nun im Interview mit der „Bild“-Zeitung fest: „Für mich ist es Doping!“ Was der Deutsche meint? Er bezieht sich darauf, dass die russischen Kicker in den vergangenen Wochen immer wieder dabei gesehen wurden, wie sie vor Spielen an mit Ammoniak getränkten Wattebäuschen schnüffelten. „Ammoniak wirkt aufputschend, man verzögert dadurch die Ermüdung, ist also leistungsfähiger. Wenn man das alles zusammenfasst: So wird Doping definiert. Für mich gehört das verboten.“

(Bild: The Associated Press)

Freilich: Mit dieser Ansicht steht Experte Sörgel fürs Erste relativ alleine da - FIFA und WADA sehen im Moment offenbar keinen Grund für ein Eingreifen. Und dazu kommt, dass der Einsatz von Ammoniak nicht explizit verboten ist. Also alles nur ein Sturm im Wasserglas - oder doch mehr?

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(Bild: KMM)



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