Mi, 15. August 2018

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24.05.2018 18:40

Erfolgreicher Schlag gegen illegale Prostitution

Unter dem Namen „Lenz 18“ hat die Polizei in Innsbruck ihren Kampf gegen die illegale Prostitution zuletzt fortgesetzt. Die Bilanz kann sich sehen lassen: Bei acht Kontrollen im Mai wurden 16 illegale Prostituierte angetroffen, acht von ihnen wurden festgenommen.

Ziele der Aktion „Lenz 18“, durchgeführt unter der Leitung des Strafamtes der Landespolizeidirektion Tirol, waren in Summe 14 Örtlichkeiten - von Hotels über Privatwohnungen bis hin zu einem Studentenheim. Bei insgesamt acht Kontrollen wurden 16 illegale Prostituierte angetroffen und acht von ihnen festgenommen. Fünf Räumlichkeiten, die sich als illegale Bordellbetriebe herausstellten, wurden behördlich geschlossen, zwei Visa von Frauen wurden annulliert. Zudem wurden Strafbescheide von in Summe rund 9000 Euro vor Ort ausgestellt und bereits rechtskräftig verhängte Strafen in Höhe von rund 6000 Euro zur Abwendung von länger andauernden Verwaltungsstrafhaften eingetrieben.

Die Fälle im Detail
Mitte Mai konnten in einem Studentenheim in Innsbruck drei ungarische Staatsbürgerinnen angetroffen werden, die auf einschlägigen Internet-Plattformen Sexualdienstleistungen angeboten hatten. Nachdem gegen alle drei Frauen bereits ein rechtskräftiges Aufenthaltsverbot für das gesamte Bundesgebiet bestand, wurden sie festgenommen und nach Rücksprache mit dem Bundesamt für Fremdenwesen und Asyl (BFA) außer Landes gebracht.

Hochschwangere als Prostituierte
Einen ungewöhnlichen Fall deckten die Ermittler in einer Privatwohnung auf, in der eine im siebenten Monat schwangere haitianische Staatsbürgerin illegal der Prostitution in der Wohnung eines Freundes nachging. Die Frau war der Behörde bereits aus einer vorangegangenen Amtshandlung bekannt. Der Fall wurde dem Jugendamt sowie der Ermittlungsgruppe Sozialbetrug der Landespolizeidirektion übermittelt, nachdem die Frau neben ihrer Prostitutionsausübung noch Sozialleistungen bezogen hatte.

Wohnungsschließungen am Mitterweg
Auch an zwei bereits einschlägig bekannten Adressen am Mitterweg in Innsbruck wurden Frauen aus Osteuropa bei der illegalen Wohnungsprostitution erwischt und zwei Wohnungen behördlich geschlossen und versiegelt. Nacherhebungen betreffend eine etwaigen Strafbarkeit der Vermieter sind im Gange. 

Rumänin außer Landes gebracht
Eine weitere Wohnung wurde in der Noldinstraße behördlich geschlossen und versiegelt, eine dort als Prostituierte tätige Rumänin wurde wegen offener Verwaltungsstrafen in Höhe von rund 1900 Euro (allesamt aufgrund illegaler Prostitionsausübung) festgenommen und ins Polizeianhaltezentrum verbracht. Nachdem sie die offenen Strafbeträge begleichen konnte, wurde sie im Anschluss unmittelbar aufgrund eines rechtskräftigen Aufenthaltsverbots festgenommen und am Folgetag außer Landes gebracht. Bei einer weiteren Wohnung in der Reichenauer Straße, in der ebenfalls eine Prostituierte ihre Tätigkeiten anbot, konnte aufgrund der erhobenen Umstände von einer Schließung abgesehen werden, diese wurde lediglich für den Wiederholungsfall angedroht.

Lebensgefährte „löste“ Frau aus
Eine weitere Wohnung wurde in der Völser Straße behördlich geschlossen und versiegelt. Der Behörde waren bereits seit geraumer Zeit Hinweise über illegale Prostitutionsaktivitäten an dieser Adresse zugetragen worden, jedoch bedurfte es erheblicher Ermittlungstätigkeiten, um schlussendlich eine rumänische Staatsbürgerin bei der Prostitution zu betreten. Sie wurde ebenfalls aufgrund offener Strafbeträge von rund 3000 Euro festgenommen und ins Polizeianhaltezentrum verbracht. Nach kurzer Zeit wurde sie von ihrem Lebensgefährten „ausgelöst“.

Illegale Prostitution in gehobenen Hotels
Ein Trend, der sich zuletzt abgezeichnet hatte, ist die Verlagerung illegaler Prostitutionsausübungen von Privatwohnungen in diverse Hotels. In drei unterschiedlichen, gehobenen Hotels im Stadtgebiet von Innsbruck konnten innerhalb weniger Tage drei Prostituierte ausgeforscht werden. Bei zwei Frauen handelte es sich um russische Staatsbürgerinnen, die mit einem Touristenvisum nach Österreich eingereist waren. Beide Visa wurden annulliert und die Frauen nach Rücksprache mit dem Bundesamt für Fremdenwesen und Asyl zur unverzüglichen Ausreise aufgefordert. Alle drei Frauen räumten unverzüglich die Hotelzimmer, somit konnte von einer behördlichen Schließung abgesehen werden.

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