Mo, 16. Juli 2018

„Ruhig reagiert“

16.04.2018 14:41

Messer-Mann beim AMS: Lob für Mitarbeiterin (58)

Ein Mann (40), der ein Messer gezückt hat, sorgte am Freitag bei einer Wiener AMS-Zweigstelle für Schrecken: „Der Kunde war unauffällig“, schildert nun Petra Draxl, Landesgeschäftsführerin des AMS, den brenzligen Vorfall. Zudem lobte sie die „professionelle und ruhige“ Art, mit der die betroffene Mitarbeiterin (58) sowie der einschreitende Security-Mann mit der gefährlichen Situation umgegangen sind.

Der Verdächtige, der mittlerweile in U-Haft sitzt, war am Freitag in der Dresdner Straße im Bezirk Brigittenau ins AMS-Büro gekommen. „Es war ein normales Beratungsgespräch“, beschreibt Draxl nun den Vorfall, bei dem es auch „um keine Sanktionen“ ging, die der 40-jährige Österreicher befürchten hätte müssen.

Küchenmesser auf Tisch gelegt
Trotzdem, als das Gespräch zwischen dem Mann und der Mitarbeiterin (58) zu Ende ging, griff dieser plötzlich in seine Tasche, holte ein Küchenmesser hervor und platzierte es auf dem Schreibtisch vor der Mitarbeiterin. Er wisse, „dass sich die Kollegin nun bedroht fühlt, er möchte aber nur, dass sie die Polizei ruft“ - das habe der Verdächtige gegenüber der 58-Jährigen gesagt. Eine direkte körperliche Bedrohung habe es nicht gegeben, so Draxl in einer Stellungnahme.

„Professionell und ruhig reagiert
„Die Kollegin hat großartig professionell und ruhig reagiert“, lobte die AMS-Chefin. Sie habe die Sicherheitsleute geholt, auch der Security-Mann habe „die Situation großartig ruhig, professionell und deeskalierend gehandhabt“. Anschließend sei die Polizei eingetroffen, die „in der Folge mit einem Großeinsatz den Kunden abgeholt“ habe. „Der Täter ließ sich schließlich widerstandslos festnehmen“, so Polizeisprecher Daniel Fürst. Über die Hintergründe ist noch nichts bekannt.

„Wir wünschen ihr alles, alles Gute!“
Der 58-jährigen AMS-Mitarbeiterin geht es nach den heftigen Erlebnissen laut Petra Draxl „den Umständen entsprechend gut“. Sie habe die Notfallspsychologie sofort in Anspruch genommen. Man werde natürlich alles tun, um sie weiterhin gut zu unterstützen. „Wir wünschen ihr alles, alles Gute!“, so die Geschäftsführerin.

Friedrich Schneeberger
Friedrich Schneeberger

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