So, 24. Juni 2018

Nach Massaker:

03.04.2018 17:42

Transparente Rucksäcke an US-Highschool Pflicht

Auf recht wenig Gegenliebe stoßen neue Sicherheitsmaßnahmen an der Marjory Stoneman Douglas High School in Parkland im US-Bundesstaat Florida bei ihren rund 3000 Schülern. Diese sind nämlich seit Wochenbeginn verpflichtet, durchsichtige Rücksäcke zu tragen. So sollen mitgeführte Waffen schneller erkannt werden können.

„Fast so transparent wie Waffenlobby“
„Verletzung der Privatsphäre“, twitterte eine Schülerin zu den neuen Rucksäcken. Eine andere schrieb ironisch, das Plastik sei fast so transparent wie die Politik der Waffenlobby NRA.

Zur Pflicht, diese Rucksäcke zu tragen, kommen weitere Maßnahmen wie Taschenkontrollen und ein sichtbar zu tragender Ausweis. Außerdem wird über Metalldetektoren nachgedacht. Der Schulbezirk Broward hat die Maßnahmen durchgesetzt. Sie gelten nicht im ganzen Bundesstaat Florida.

„Sandwich gecheckt, keine Bedrohung“
Schüler schrieben in sozialen Netzwerken unter Anspielung auf die laxen Waffengesetze, diese Maßnahmen seien ja gut und schön - man solle sich aber besser auf das Wesentliche konzentrieren, statt Schulen in Gefängnisse zu verwandeln. „Mein Lunch-Papiersackerl wurde kontrolliert“, schrieb Schülerin Christy Ma. „Eine Frau hat mein Sandwich gecheckt und festgestellt: keine Bedrohung.“

Seit der Attacke auf die Schule hat sich in den USA eine breite Schülerbewegung formiert, die sich für ein schärferes Waffenrecht einsetzt. Geschehen ist bisher so gut wie nichts.

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