Fr, 21. September 2018

Rund um Innsbruck:

11.03.2018 08:56

Karotten als Dünger auf den Feldern

In orangem Farbton schimmern derzeit Felder zwischen Kranebitten und Kematen in der Frühlingssonne.  Der Grund: Bauern haben hier großflächig Karotten ausgebracht. Auf den ersten Blick wird hier Lebensmittelverschwendung betrieben.  Die Landwirtschaftskammer kann aber genau erklären, was da vor sich geht.

Karotten sind ein typisches Lagergemüse und daher fast ganzjährig aus heimischem Anbau verfügbar. Die Lagerware wird im Oktober/November geerntet und ungewaschen in Holzkisten bei etwa 1°C gelagert.

„Je nach Marktlage werden sie laufend aus der Kühlung geholt, gewaschen, sortiert und verpackt. Dabei entsteht immer ein gewisser Anteil an nicht vermarktbarer Ware. Im Laufe des Winters wird dieser Anteil durch auftretende Fäulnis größer“, erklärt Judith Haaser, Sprecherin der Landwirtschaftskammer auf Anfrage der „Krone“.

Neben  der ganz schönen Ware, die problemlos verkauft werden kann, gebe es auch genießbare Karotten, die optisch nicht gefallen: zu große, krumme, beinige oder abgebrochene Wurzeln, die aufgrund  der Qualitätsnorm nur zu einem geringen Anteil in der Verpackung sein dürfen. Diese Karotten werden oft als Tierfutter verwendet.

„Zurück aufs Feld kommen in der Regel nur Karotten, die aufgrund von Fäulnis oder Schädlingsbefall ungenießbar sind. Dieses Material verrottet und die darin enthaltenen Nährstoffe kommen den Folgekulturen zugute“, sagt Haaser und fügt hinzu: „Jedenfalls  handelt es sich keinesfalls um Lebensmittelverschwendung, weil die Bauern natürlich bemüht sind, jede einzelne verwertbare Karotte zu verkaufen.“

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