Di, 17. Juli 2018

Die Abfahrts-Favoriten

09.02.2018 15:19

Acht Giganten kämpfen um den Olympia-Thron

Schon am dritten Tag der Winterspiele von Pyeongchang geht es für Österreich um die wichtigste Goldmedaille – die Abfahrt der Herren ist das rot-weiß-rote Herzstück! Die Chance, sich wie vor vier Jahren in Sotschi den Platz auf dem Olympia-Thron zu schnappen, ist so groß wie schon lange nicht mehr. Denn das österreichische Quartett ist durchwegs reif für das Stockerl! 

Allerdings haben die vier mächtige Downhill- Konkurrenz, die in der Nacht auf Sonntag nur ein Ziel kennt. Und zu diesen üblichen "Verdächtigen" aus der Schweiz, Norwegen und Italien kommen auch noch ganz gefährliche Außenseiter: etwa der deutsche Kitzbühel-Sieger Thomas Dreßen, Trainingslauf-Sieger Manni Osborne-Paradis (Kan), der Franzose Adrien Theaux und auch der Ami Bryce Bennett.

So stehen die Gold-Chancen der folgenden Läufer:

Beat Feuz: Der einstige Slalom-Spezialist ist aktuell der Abfahrer, den es zu schlagen gilt. Nach WM-Gold in St. Moritz will er jetzt bei Olympia triumphieren. Der Schweizer erwartet ein enges Rennen: "Hier können 30 Leute gewinnen! Eine Stelle zu finden, auf der man sich vom Rest absetzen kann, ist fast unmöglich."

Kjetil Jansrud: Eine Goldene hat er schon: Im Super-G von Sotschi war der Norweger vor vier Jahren nicht zu schlagen gewesen. Nun soll die Medaille Gesellschaft bekommen – mit Edelmetall aus der Abfahrt. Leicht wird’s nicht, das weiß Kjetil: "Den Masterplan hat hier noch keiner gefunden, vielleicht gelingt es mir."

Christof Innerhofer: Beim zweiten Training war der 33-jährige Südtiroler Schnellster. Wie so oft auch im Weltcup. Aufs Abfahrts-Stockerl hat’s für den Silbermedaillen-Gewinner von Sotschi aber in diesem Winter noch nicht gereicht. "Ich bin gut drauf, die Form passt", grinst "Inner", "irgendwann kommt auch das Resultat."

Aksel Lund Svindal: Ganz Norwegen erwartet vom Ski-"Elch" Gold in der Königsdisziplin. "Daheim ist komplett das Olympia-Fieber ausgebrochen", sagt der 35-Jährige. Der 2010 in Vancouver Gold, Silber, Bronze holte. 2014 in Sotschi leer ausging. "Olympia ist das größte Rennen der Welt! Da kann nicht einmal Kitzbühel mithalten."

Max Franz: Mit Bronze in der Abfahrt hat der Kärntner vor einem Jahr bei der WM in St. Moritz die österreichische Ehre gerettet. "Ich fahr ähnlich gut Ski wie damals. Außerdem taugt mir die Strecke." Eine Abfahrt, die absolut keinen einzigen Schnitzer verzeiht. Das weiß die "Wildsau": "Ein Fehler ist hier ein Fehler zu viel."

Hannes Reichelt: Mit 37 Jahren der Routinier. Die Strecke, die in den Dschungel von Jeonseon gepflanzt wurde, war für den Salzburger keine Liebe auf den ersten Blick. Mittlerweile ist es zumindest Freundschaft. "Ich hab vom Material her meine sieben Sachen beisammen! Weiß, dass ich im Rennen die Killerlinie auspacken muss!"

Matthias Mayer: Der Titelverteidiger hat auch die Abfahrt in Südkorea gut im Griff. Vier Jahre nach dem Gold-Coup in Sotschi ist der 27-Jährige um zehn Kilo Muskelmasse schwerer. Der Kärntner rechnet mit einer Material- und Hundertstel-Schlacht: "Dass sich auf dieser Strecke jemand um mehrere Zehntel absetzt, ist quasi auszuschließen. Es wird eine enge Kiste."

Vincent Kriechmayr: "Vinz" gibt in der Nacht von Samstag auf Sonntag sein Olympia-Debüt. Ist aber kein Grünschnabel! Beim Super-G in Beaver Creek fuhr der Oberösterreicher den bisher einzigen Saisonsieg der Speed-Truppe ein. Der Bauernbub ist überzeugt: "Auch wenn es nicht meine Lieblings-Abfahrt ist. Ich werde auch hier einen Weg finden, schnell zu sein." 

 

krone Sport
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