Mo, 20. Mai 2019
30.01.2018 20:02

Orban lobt „Neustart“:

„Bisherige Regierung war ungarnfeindlich“

Der ungarische Regierungschef Viktor Orban sieht in der Bildung der türkis-blauen Regierung in Österreich einen "Neustart" in den österreichisch-ungarischen Beziehungen. "Österreich hatte bisher eine ungarnfeindliche Regierung", sagte Orban am Dienstagabend in Wien nach einem Treffen mit Vizekanzler Heinz-Christian Strache (FPÖ). Die jetzige Regierung Österreichs wolle hingegen nicht bloß eine faire, sondern eine freundschaftliche Beziehung mit der Führung in Budapest haben.

Strache streute dem rechtsnationalen Premier ebenfalls Rosen, insbesondere seiner Migrationspolitik: "Ohne Orban gäbe es keinen EU-Außengrenzschutz", meinte er mit Verweis auf die Flüchtlingskrise des Jahres 2015. Er kritisierte erneut den damaligen Bundeskanzler Werner Faymann (SPÖ), der Orban "mit unflätigen Worten" beschimpft habe: "Damals hätte man dankbar sein müssen, man hätte Ungarn helfen müssen." Strache ortete im - gerne und oft gegen Brüssel polemisierenden - Premier Ungarns "einen Ministerpräsidenten, der "zutiefst europäisch denkt" und "ein großer Freund Europas" sei. Zuvor hatte auch Bundeskanzler Sebastian Kurz (ÖVP) die Asylpolitik Orbans gelobt.

Zu Beginn der Pressekonferenz rechtfertigte Orban die ungewöhnliche Entscheidung, beim seinem Besuch in Wien gleich zwei Pressetermine abzuhalten: Die für Ungarn wichtigsten Themen - Sicherheit und Infrastruktur - seien eben in der neuen österreichischen Regierung bei der FPÖ angesiedelt. An Orbans Treffen mit Strache hatte auch Infrastrukturminister Norbert Hofer (FPÖ) teilgenommen.

Orban kündigt bilaterale Treffen an
Orban kündigte an, in den kommenden Wochen würde es auch bilaterale Treffen zwischen den Ministern für Sicherheit und für Infrastruktur der beiden Länder geben. "Wir werden anstreben, dass es die engsten, professionellsten und freundschaftlichsten Beziehungen" zwischen den jeweiligen Ressortchefs gebe, unterstrich der Premier.

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