Do, 19. Juli 2018

Halter überfordert?

22.01.2018 23:15

Tote Schafe, überall Ratten!

Mindestens zwölf tote Schafe, die irgendwo auf dem Grundstück herumlagen, ein verendetes Schwein, ein halb verwester Hahn inmitten anderer Hühner und „gefühlt tausend Ratten mittendrin“ – ein schockierender Anblick bot sich Tierschützern und Behörden, die zu einem Anwesen in Graz-Umgebung gerufen wurden!

Die Bilder, die uns übermittelt wurden, gehören einmal mehr in die erbärmliche Kategorie „können wir unseren Lesern nicht zumuten“: Etwa von einer Ratte, die an einem zusammengebrochenen Schaf frisst. „Wir sehen ja viel, aber das hat uns schockiert“, so eine entsetzte Tierschützerin. „Überall sind Ratten herumgewuselt, überall lagen Tierleichen!“

Zwölf tote Schafe wurden laut Polizei gezählt, ebenso eine tote Muttersau. Die Hähne waren in einer kleinen Voliere zusammengesperrt, bekämpften sich im Stress; einer lag verwest darin. Pferd, Esel, Pony. Ziegen, gut 30 Schafe – teils in erbärmlichem Zustand.

Den Polizeiberichten will der Gemeindechef „nicht vorgreifen“ , aber: „Es waren am Montag drei Amtstierärzte da und die Polizei – man kann es sich also vorstellen.“ Schon einige Male hätte die Behörde nach Zurufen aus der Bevölkerung dort eingreifen müssen (siehe auch Kommentar). Klare Worte: „Ich werde alles in meiner Macht Stehende tun, dass hier Tiere nicht mehr gehalten werden dürfen!“

Übrigens war der Betrieb bereits wegen der Schafsräude tierseuchenrechtlich gesperrt! Ob die Tiere an Räude oder Hunger gestorben sind, wird erst geklärt, auch, ob der Halter überfordert war. Die Gesunden werden nun außerhalb untergebracht, jene, die zu krank sind für den Transport, vor Ort versorgt. Anzeigen folgen.Christa u. Eva Blümel

Christa Bluemel
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Eva Blümel
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