So, 22. Juli 2018

Ärger um Gangbetten

02.01.2018 22:53

Kein Zimmer für Pensionistin (89) im SMZ Ost

Obwohl Gangbetten laut Wiener Krankenanstaltenverbund (KAV) nach wiederholter Kritik in der Vergangenheit nur noch als kurzfristige Notlösung angedacht sind, musste eine Pensionistin über die Feiertage leiden. Mit einer Kopfverletzung verbrachte die 89-Jährige volle zwei Tage in den Gängen des SMZ Ost.

Frau Theresia G. aus Wien-Donaustadt wurde am 30. Dezember von ihrer Enkeltochter in einer Blutlache aufgefunden. Die betagte Frau war in ihren eigenen vier Wänden so unglücklich gestürzt, dass sie sich eine klaffende Kopfwunde zugezogen hatte. 

Die Notfallsanitäter brachten die Dame um 8 Uhr morgens per Rettungstransport ins SMZ Ost, wo ihr allerdings nach einer angeordneten Computertomografie kein Krankenzimmer zugewiesen wurde. Stattdessen musste die Seniorin mit ihrem Bett auf einen Gang ausweichen. Laut KAV eine Maßnahme, damit die Krankenpfleger die Patientin stets im Auge behalten können. Mehr als zwölf Stunden solle eine solche Notlösung nicht dauern.

Fakt ist: Theresia G. lag bis Neujahr am Gang, danach wurde sie entlassen. Zurzeit befindet sie sich nach einem weiteren Sturz in ihrer Wohnung erneut im SMZ Ost. "Es ist eine Tatsache, dass so vor allem mit älteren Patienten verfahren wird. Nicht nur meine Mutter musste am Gang liegen", ärgert sich Sohn Walter G.

Vom Krankenanstaltenverbund konnte die "Krone" folgende Stellungnahme einholen: "Die Dame hätte das Spital noch am gleichen Tag verlassen können, wenn zu Hause jemand darauf geachtet hätte, dass sie genug isst und trinkt."

Stefan Steinkogler, Kronen Zeitung

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