Do, 25. April 2019
21.12.2017 10:54

Sattes Plus

Wirtschaft wächst kräftiger als erwartet

Die heimische Wirtschaft wächst - angetrieben durch die international kräftige Konjunktur - heuer besonders stark. Wie die Nationalbank gehen nun auch Wifo und IHS von zumindest drei Prozent realem BIP-Plus 2017 aus. Der Anstieg ist so hoch wie seit einem Jahrzehnt nicht mehr. Und erstmals seit 2012 weist Österreich heuer und 2018 wieder einen Wachstumsvorsprung gegenüber dem Euroraum auf.

Das Wifo hat seine Wachstumsprognosen für 2017 und 2018 auf je 3,0 Prozent angehoben, von davor jeweils 2,8 Prozent. 2019 dürfte sich die Expansion dann auf etwa 2,2 Prozent abschwächen. Das Institut für Höhere Studien (IHS), das zuletzt ebenfalls noch verhaltener war, hat die Vorhersage für heuer von 2,8 auf 3,1 Prozent erhöht, für 2018 aber leicht von 2,8 auf 2,7 Prozent zurückgenommen. Für 2019 geht das IHS von 1,9 Prozent Realwachstum aus, wie am Donnerstag erklärt wurde.

Gestützt werde der kräftige Aufschwung in Österreich durch eine lebhafte Exportdynamik, hohe Investitionszuwächse und die Konsumnachfrage der privaten Haushalte, so das Wifo. Auch im vierten Quartal dürfte die Wirtschaft heuer anhaltend stark zugelegt haben, und die Entwicklung dürfte sich im ersten Halbjahr 2018 mit ähnlicher Dynamik fortsetzen, hieß es.

Positive Auswirkungen auf den Arbeitsmarkt
Der Arbeitsmarkt profitiert von der Hochkonjunktur, sodass die Arbeitslosenquote bis zum Jahr 2019 auf acht Prozent fallen sollte, erwartet das IHS. Die Arbeitslosenquote sinke zwar, bleibe aber hoch, und manche Personengruppen dürften nur zögerlich vom Aufbau der Beschäftigung profitieren, meinte das Wifo, daher dürften die Lohnzuwächse vermutlich nicht allzu kräftig ausfallen.

Hochkonjunktur für Budget nutzen
Die Hochkonjunkturphase sollte für das Erreichen eines nachhaltigen Budgetkurses und für dringend nötige Strukturreformen genutzt werden, forderte das IHS. Durch die lebhafte Konjunktur würden die Einnahmen der öffentlichen Haushalte begünstigt, so das Wifo - der Finanzierungssaldo der öffentlichen Haushalte werde sich heuer um einen Prozentpunkt auf -0,6 Prozent des BIP verringern, 2018 voraussichtlich -0,4 Prozent des BIP betragen und 2019 weiter auf -0,1 Prozent sinken.

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