"Interessierte Gemeinden im Süden Österreichs können sich wegen der Errichtung der Erstaufnahmestelle Süd für rund 300 Asylwerber an uns wenden", wirbt Innenministerin Maria Fekter. Das Lockmittel: Arbeitsplätze. Nicht nur 130 krisensichere Jobs seien drin, sondern auch eine jährliche Wertschöpfung von mehr als fünf Millionen Euro.
"Gewinner" zieht das große Los
Die "Tombola" um das neue Lager soll in drei Phasen stattfinden und bis zum Herbst beendet sein. Zuerst wird ein Werbefolder an alle geografisch in Frage kommenden Gemeinden geschickt, dann werden sämtliche Interessenten und deren Grundstücke geprüft - bis schließlich ein "Gewinner" das große Los zieht und das neue Asyl-Zentrum erhält.
Leoben dürfte sich wohl kaum um das Flüchtlingslager bewerben. Die Causa "Schubhaftzentrum" ist ja auch noch nicht hundertprozentig ausgestanden. Zumindest nicht für Maria Fekter, die am Standort festhalten will. "Aber vielleicht möchte ja eine andere Gemeinde die Garantie-Arbeitsplätze", sagt die Innenministerin...
Zug in Leoben längst abgefahren
Für den Leobner Ortschef Matthias Konrad jedenfalls ist der Zug längst abgefahren: "Das Schubhaftzentrum ist in den Köpfen der Bevölkerung nicht mehr umsetzbar. Es werden von Tag zu Tag mehr Gegner. Die Sache ist mit dem negativen Gutachten erledigt."
von Jörg Schwaiger und Christoph Budin, Kronen Zeitung
Symbolbild
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