Schon sehr früh, nämlich kurz nach drei Uhr, war der Pensionist mit dem Fahrrad und einem Anhänger zum Flohmarkt beim Interspar Graz-Nord unterwegs. Dort kam er nie an, denn in der Dunkelheit verirrte er sich in der Wienerstraße in die Heimgartenanlage "Langensiepen" – und stürzte dort mitsamt seinem Gespann in den Mühlgang.
200 Meter abgetrieben
Der Pensionist wurde etwa 200 Meter abgetrieben und konnte sich schließlich im Bereich des Göstinger E-Werks unter der zu den Firmenwohnungen führenden Brücke an einer Strebe festhalten.
Helfer reagierten prompt
Dass er noch lebt, verdankt er zwei Zufällen: Zum Unfallszeitpunkt kam der 21-jährige Angestellte Johann Hammerl (vorne im Bild) heim und hörte, als er ein Fenster seiner Dachwohnung öffnete, die Hilfeschreie. Diese nahm im Parterre auch sein Kollege Friedrich Bachler (55) wahr: "Ich bin ein Frühaufsteher und trinke immer schon um drei Uhr meine erste Tasse Kaffee. Auf die Schreie hab' ich sofort reagiert. Mit der Unterhose bin ich auf die Straße gelaufen."
Zu dritt ans Ufer gezogen
Mit vereinten Kräften - ein weiterer Arbeitskollege, der 29-jährige Josef Spari (hinten im Bild), kam dazu - wurde der Pensionist ans Ufer gezogen. Johann Hammerl: "Lange hätte er sich nicht mehr anhalten können und wär danach wohl ertrunken."
von Manfred Niederl, "Steirerkrone"
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