Sa, 18. August 2018

Kein Ende in Sicht

22.02.2009 19:06

Experten rechnen mit Rekord-Schneemengen

Viel Neuschnee hat in den vergangenen Tagen in weiten Teilen des Landes für widrige Straßenbedingungen und einen Anstieg der Lawinengefahr gesorgt. Vor allem in den Nordalpen sollen nach Prognose der Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik (ZAMG) weiter massiv die Flocken fallen. "Wir bewegen uns langsam in Richtung des berüchtigten Schneewinters 2005/06", betonte am Sonntag ZAMG-Experte Hannes Rieder. "Bis Dienstagabend schneit es an der Alpennordseite fast ohne Unterlass weiter."

Vom Salzkammergut bis in die Türnitzer Alpen hat es seit Samstag wieder ergiebig geschneit: 55 Zentimeter Neuschnee in Annaberg beim Ötscher, 40 Zentimeter in Mariazell und 30 Zentimeter in Bad Aussee.

Große Lawinengefahr in Salzburg
In weiten Teilen des Landes Salzburg herrschte auch am Sonntag große Lawinengefahr: Stufe vier auf der fünfteiligen Skala. Wegen Lawinengefahr mussten auch mehrere Straßenverbindungen im Bundesland gesperrt werden. Der Salzburger Lawinenwarndienst rät bei Touren und Variantenfahrten im freien Gelände zu äußerster Vorsicht: Die spontane Abgangsbereitschaft für größere Lawinen steige durch den Neuschnee und die frischen Einwehungen weiter an. Es seien vor allem in den Nordalpen aufgrund ungünstiger Schneeschichtung und großer Neuschneemengen ungewöhnliche Abgänge möglich.

Warnung für Tourengeher in Tirol
In Tirol gab es zum Wochenende auf höher gelegenen Straßenverbindungen Kettenpflicht für alle Fahrzeuge. Die Lawinengefahr wurde von Experten als "verbreitet erheblich, gebietsweise auch groß" bezeichnet. Die Verhältnisse in den Tiroler Tourengebieten waren "eher ungünstig". Die Hauptgefahr ging von frischen und älteren Triebschneeansammlungen aus. Diese befanden sich in steilen Hängen aller Richtungen, hauptsächlich oberhalb von etwa 1.800 Metern.

Straßensperren in der Steiermark
Sperren wegen Lawinengefahr zum Teil auch nieder gelegener Straßen in der Steiermark: Betroffen war auch die erst im vergangenen Sommer durch starke Regenfälle schwer in Mitleidenschaft gezogene L127 nach Radmer im Bezirk Leoben. Hier bestand keine Umleitungsmöglichkeit. Hingegen wurde für die zwischen Hieflau und Admont ebenfalls gesperrte Gesäusebundesstraße (B146) die Möglichkeit geboten, großräumig über St. Gallen und Großreifling auszuweichen.

Bis zu 40 Zentimeter Neuschnee in OÖ
In Oberösterreich blieb die Lawinen-Situation weiter angespannt. Von Samstag früh bis Sonntag früh sind in dem Bundesland bis zu 40 Zentimeter Neuschnee gefallen und ältere labile umfangreiche Verfrachtungen überdeckt worden. Anhaltende leichte Schneefälle führten in Niederösterreich in höheren Lagen zu weiteren Sperren wegen Lawinengefahr bzw. Schneeverwehungen. Die Schneekettenpflicht für Lkw blieb auf diversen Bergstraßen aufrecht.

Weiter massive Schneefälle in den Nordalpen
Nach ZAMG-Prognose für die kommende Woche sind vor allem in den Nordalpen weitere, teils massive Schneefälle zu erwarten. Für Mittwoch wurde ein Zwischenhocheinfluss prognostiziert. Aber bereits in den Morgenstunden des Donnerstags erreicht die nächste Störungszone den Norden und Nordosten Österreichs mit Schneeschauern, in tiefen Lagen auch mit Schneeregen- und Regenschauern.

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