14.01.2009 15:55 |

Wetterkapriolen

Zahlreiche Unfälle bei Regen, Schnee und Glatteis

Die Verkehrsbedingungen in Ostösterreich konnten am Mittwoch nicht ungünstiger sein. Aufgrund von Regen, Schneefall und Glatteis ging es auf den Straßen chaotisch zu. Von Niederösterreich bis Kärnten sorgten widrige Fahrbahnverhältnisse immer wieder für Verzögerungen und Unfälle. Die Straßendienste standen im Dauereinsatz, allein in Wien waren 1.400 Einsatzkräfte auf den Beinen.

Ab 6.30 Uhr stand in der Bundeshauptstadt der gesamte Winterdienst inklusive der privaten Schneeräum-Unternehmen im Einsatz. 1.400 Personen kämpften mit 380 Geräten darum, das 2.800 Kilometer lange Straßennetz der Bundeshauptstadt von der weißen Pracht zu befreien. Angesichts des Schneefalls hatten jedoch auch die Wiener Linien leichte Probleme. So mussten die Bus-Linien 35A und 38A vorübergehend ihren Betrieb einstellen, und gegen 10.00 Uhr kollidierte am Stubenring ein Lkw mit einer Straßenbahn, wobei nur Blechschaden entstanden sein dürfte.

Verkehrsunfälle in Niederösterreich
Regen und Schneefall haben am Mittwoch auch in Niederösterreich zu Verkehrsbehinderungen geführt. Betroffen waren neben der West- (A1) und Südautobahn (A2) auch Bundesstraßen. Immer wieder mussten Fahrspuren aufgrund von Kollisionen vorübergehend gesperrt werden, berichtete der ÖAMTC. Zu Verkehrsunfällen kam es auf der A1 bei Pressbaum und bei Auhof, ebenso krachte es unter anderem auf der Manker Bundesstraße (B29) bei Obergrafendorf (Bezirk St. Pölten) und der Mariazeller Straße (B20) bei St. Georgen (Bild). Rund 1.200 Angestellte des NÖ Straßendienstes standen im Einsatz, mit ebenso vielen Räum-und Streufahrzeugen wurde das rund 13.700 Kilometer lange Landesstraßennetz im Bundesland betreut.

Schwerverletzte im Burgenland
Eine 66-jährige Niederösterreicherin ist bei einem Verkehrsunfall in Burgenland auf der B50 in Piringsdorf (Bezirk Oberpullendorf) schwer verletzt worden. Die Frau fuhr einem vor ihr fahrenden Pkw auf, wurde auf die Gegenfahrbahn geschleudert und stieß frontal gegen einen entgegenkommenden Klein-Lkw. Ein 22-jähriger Mann aus Piringsdorf, der an der Unfallstelle nicht mehr rechtzeitig anhalten konnte, verriss sein Fahrzeug und landete im Straßengraben. Die schwer verletzte Frau wurde mit dem Notarztwagen in das Krankenhaus Oberpullendorf gebracht. Alle anderen Unfallbeteiligten blieben unverletzt.

Beifahrer flog durch Windschutzscheibe
Leicht verletzt hat Mittwoch früh ein Niederösterreicher einen Verkehrsunfall bei Bruckneudorf (Bezirk Neusiedl am See). Der 30-Jährige aus Wilfleinsdorf (Bezirk Bruck an der Leitha) war als Beifahrer mit einem 21-jährigen Arbeitskollegen aus Weiz (Steiermark) unterwegs. Das Firmenauto kam von der Fahrbahn ab, rutschte in den Straßengraben und prallte gegen zwei Bäume. Der nicht angegurtete Beifahrer wurde durch die Wundschutzscheibe aus dem Wagen katapultiert. Sanitäter versorgten ihn an Ort und Stelle. Als man ihn in ein Krankenhaus bringen wollte, lehnte der Mann jedoch ab. Der Lenker blieb bei dem Unfall unverletzt. Das Fahrzeug wurde schwer beschädigt.

Im Burgenland waren seit den Nachtstunden die rund 70 Fahrzeuge des Straßendienstes im Einsatz. In den nördlichen Bezirken sorgte in der Früh Eisregen für Straßenglätte. Die Feuerwehren mussten vereinzelt zu Berge-Einsätzen ausrücken, hieß es vom Landesfeuerwehrkommando. In Kaisersteinbruch (Bezirk Neusiedl am See) musste ein Klein-Lkw geborgen werden. Im Eisenstädter Ortsteil Kleinhöflein kam eine Frau mit ihrem Pkw von der Straße ab und landete im Graben. Auf der B50 bei Piringsdorf (Bezirk Oberpullendorf) wurde laut Exekutive eine Frau bei einem Unfall verletzt. Die Feuerwehr war nach einem Auffahrunfall, an dem zwei Autos beteiligt waren, im Einsatz. Ein weiterer Pkw stieß mit einem entgegenkommenden Wagen zusammen.

Heftiger Schneefall in der Steiermark
Teilweise starker Schneefall im Süden und Westen sorgte in der Steiermark für tief winterliche Fahrverhältnisse. Sogar in Graz blieb die weiße Pracht wenige Zentimeter hoch liegen. Größere Behinderungen gab es dennoch keine. Die Autobahnmeistereien der Asfinag waren mit insgesamt 34 Räum- und Streufahrzeugen im Einsatz. Die neuen Verkehrsbeeinflussungsanlagen (VBA) im Großraum Graz warnten die Lenker zusätzlich vor Glatteis. Teilweise wurde das Tempo auf 60 km/h beschränkt. Trotzdem kam es immer wieder zu kleineren Auffahrunfällen, Pkw gerieten reihenweise ins Schleudern. Das sei laut Polizei auch darauf zurückzuführen, dass noch immer zahlreiche Busse und Autos mit Sommerreifen unterwegs seien.

Verletzte auf Kärntens Straßen
Der neuerliche Wintereinbruch in Kärnten hat Mittwoch früh innerhalb kürzester Zeit drei Verkehrsunfälle ausgelöst. Die schneeglatten Fahrbahnen forderten mehrere Verletzte, laut Polizeiangaben es entstand auch erheblicher Sachschaden. Zwei 19-jährige sowie eine 23-jährige Lenkerin verloren die Kontrolle über ihre Pkw, gerieten von der Fahrbahn und wurden verletzt. Eine 14-jährige Beifahrerin musste ins Krankenhaus eingeliefert werden.

Auch am Mittwochnachmittag gab es in Kärnten keine Beruhigung auf den Straßen: So kam es auf der Südautobahn (A 2) bei St. Andrä (Bezirk Wolfsberg) zu einem Serienunfall. Laut Angaben des ÖAMTC waren bis zu 15 Fahrzeuge an der Karambolage beteiligt, ersten Angaben zufolge wurden vier Personen verletzt. Die Autobahn war in Fahrtrichtung Italien zwischen St. Andrä und Völkermarkt gesperrt. Der Verkehr wurde für die Dauer der Aufräumarbeiten über die Packer Bundesstraße (B 70) umgeleitet.

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