Foto: Gerhard Gradwohl

Jetzt herrscht überall die höchste Alarmstufe

05.02.2014, 19:02
Jetzt herrscht überall die höchste Alarmstufe! Nach dem Drohbrief an das ÖOC wurden die Sicherheitsmaßnahmen im Österreich-Haus weiter verstärkt. Auch wenn dort niemand befugt ist, Waffen zu tragen, fühlt sich Rot-Weiß-Rot dort sicher. Wohl auch, weil es extreme militärische Bewachung im olympischen Dorf sehr wohl gibt – erst recht, als Wladimir Putin es am Mittwoch besuchte!

Zehn Personen einer russischen Sicherheitsfirma, acht heimische Securitys sowie zwei Cobra- Beamte – die ohnehin großen Sicherheitsvorkehrungen wurden nach dem Drohbrief an das Österreichische Olympische Comité nochmals verschärft. Die Public Area im Austria Tirol Haus ist mit einer Röntgenstraße und Sicherheitsdetektoren ausgestattet – jeder Besucher wird, so wie am Flughafen, genauestens kontrolliert. "Wir sind nicht befugt, Waffen zu tragen", so ein Cobra- Mann, der nicht von vorne fotografiert werden durfte.

Auch die russischen Kollegen sind unbewaffnet, versicherte uns der einheimische Sonderbeauftragte. "Schon nach dem Selbstmord- Anschlag in Wolgograd haben wir Kontakt mit dem Innenministerium aufgenommen und gebeten, dass wir zusätzlich von der Cobra Leute bekommen. Das Austria Tirol Haus ist gut bewacht, wir fühlen uns hier sicher", so ÖOC- Generalsekretär Peter Mennel.

"Zar" bei Flaggenparade

Ein noch höheres Aufgebot als in Krasnaja Poljana herrscht bei den Sicherheitsvorkehrungen in Adler rund um das olympische Dorf und im Olympiapark – erst recht, als am frühen Mittwochnachmittag Wladimir Putin in der Internationalen Zone bei der Flaggenzeremonie für Russland dabei war. Lange vorher schon war der Platz weiträumig abgesperrt und von russischen Spezialeinheiten extrem bewacht, herrschte Alarmstufe 1 – wie bei jedem öffentlichen Auftritt des mächtigen Kreml- Herrschers.

US- Navy liegt bereit

Dieser erhielt eine weitere Zusage von US- Präsident Barack Obama auf Koordinierung in der heißen Sicherheitsfrage. Zwei US- Kriegsschiffe mit 600 Angehörigen der US- Navy liegen im Schwarzen Meer – im östlichen Teil außerhalb der russischen Hoheitsgewässer. US- Kleinflugzeuge sind jederzeit startbereit, um im Notfall US- Athleten ausfliegen zu können. Dies stimmte Obama mit dem Nationalen Sicherheitsrat ab.

05.02.2014, 19:02
Vera Lischka und Olaf Brockmann, Kronen Zeitung
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