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09.12.2016 - 08:07
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Schweizer borgen sich Meerschweine aus

14.10.2011, 12:41
Halter von Meerschweinchen kennen das Problem: Die sozialen Tiere fühlen sich nur in Paar- oder Gruppenhaltung wohl, doch durch Alter und Krankheit bleibt irgendwann nur noch ein einzelner Nager übrig. Gesetzlich ist man in so einem Fall dazu verpflichtet, einen neuen Partner für sein Meerschweinchen zu suchen. Was aber, wenn man keine neuen Tiere mehr anschaffen möchte? In der Schweiz hat man eine Lösung gefunden: Das "Leih-Meerschweinchen".

Wer eigentlich mit der Tierhaltung aufhören möchte, steht vor einem Problem: Nur äußerst selten sterben alle Käfigbewohner zur gleichen Zeit. Viel wahrscheinlicher ist es, dass ein Meerschweinchen plötzlich alleine ist und eigentlich einen neuen Partner bräuchte. In den meisten Fällen wird der einsame Nager dann vermittelt oder gar ins Tierheim gebracht. In der Schweiz hat man für Single- Meeris eine Partnervermittlung auf Leihbasis entwickelt, die Vorteile für Mensch und Vierbeiner bietet: Der Nager vereinsamt nicht und der Besitzer verstößt nicht gegen das Tierschutzgesetz, kann das "Leih- Meerschweinchen" bei Bedarf aber zum Züchter zurück bringen.

Ein verliehenes Meerschweinchen ist also ein Tier, das man auf Zeit zu sich nehmen darf, um dem letzten eigenen Tier bis zu dessen Lebensende Gesellschaft zu leisten. Das "Haustier auf Zeit" wird nach dem Tod des eigenen Meeris an die Züchter übergeben, die Tierhaltung kann eingestellt werden. Die Miet- Nager sind oft Zuchtweibchen im Ruhestand, die noch rüstig genug für einen Umzug sind. Zum Teil kehren sie nach wenigen Wochen in den Heimatstall zurück, manchmal dauert es ein oder zwei Jahre. Wanderpokale sind die Tiere aber nicht: Einmal als "Leih- Meerschweinchen" unterwegs, darf ein Tier danach an einem fixen Platz sein Leben genießen.

Ein Schnäppchen ist der Nager auf Zeit übrigens nicht. Meist muss das Tier zum normalen Preis gekauft werden, auch die Tierarztkosten im Krankheitsfall sind zu entrichten. Viele Halter möchten ihr "Leih- Meerschweinchen" am Ende doch behalten. Wer die Haltung wirklich beenden will, bringt es einfach zurück und bekommt in der Regel auch einen Teil des Kaufpreises erstattet.

14.10.2011, 12:41
AG
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