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11.12.2016 - 13:13
Foto: APA/Franz Neumayr, APA/DPA/Nestor Bachmann

Peter Alexander "von tiefem Schmerz erfüllt"

10.03.2009, 10:19
Nun hat er zwei Schicksalsschläge zu verkraften: Peter Alexander hat sieben Jahre nach dem Tod seiner geliebten Frau nun auch seine Tochter verloren. Susanne Neumayer-Haidinger starb am Sonntag bei einem schweren Autounfall in Thailand. Der beliebte 82-jährige Entertainer sei laut einer Sprecherin "von tiefem Schmerz erfüllt".

Am Sonntag war Susanne Neumayer- Haidinger auf der thailändischen Insel Ko Samui bei dem Unfall ums Leben gekommen. Ihr Mann fuhr den schwarzen Toyota, der in einer Kurve am Weg von einem geselligen Abend in der Partymetropole Chaweng- Beach im Osten der thailändischen Insel Ko Samui zur Familienvilla in Ang Thong, die etwa eine halbe Autostunden entfernt liegt, von der Straße abkam. Herbert Haidinger überlebte mit leichten Blessuren, der 50- jährigen Künstlerin wurde zum Verhängnis, dass sie nicht angeschnallt war... (Mehr dazu findest du in der Infobox.)

Susanne war nach dem Tod der Mutter seine größte Stütze

Mit Susanne ist auch die zweite "Lebensfrau" der Show- Legende tot. Vor sieben Jahren verlor Peter Alexander seine geliebte Ehefrau Hilde, die untrennbar mit seinem Leben verbunden war. Das Schicksal, das den Künstler so hoch empor getragen hatte, zeigte sich dem Menschen gegenüber unerbittlich und grausam. Schon nach dem Tod seiner geliebten "Schnurrdiburr", wie er seine Gattin, Gefährtin und Managerin liebevoll nannte, zog er sich von der Öffentlichkeit zurück in seine Villa im Wiener Heurigendorf Grinzing. Seine Tochter Susanne war für ihn seit dieser Tragödie Stütze und Sprachrohr zur Welt. Sie ging an seiner Seite, als er Hilde zur letzten Ruhe geleitete, jetzt steht er auch an ihrem Grab. Für einen Vater ist es ja besonders schrecklich, wenn er sein Kind begraben muss. Nur noch Sohn Michael Neumayer (45) ist dem Entertainer geblieben.

Zum Trauern zog er sich in seine Villa zurück

Wie viel Leid musste Peter Alexander schon ertragen. Wir wissen, wie sehr er an seiner Frau Hilde hing - und da können wir vielleicht ermessen, was es für ihn bedeutete, dass sie nach ihrem Oberschenkelhalsbruch 500 Tage im Spitalsbett lag, ehe sie mit 71 Jahren starb. Für Peter Alexander brach eine Welt zusammen, er zog sich hinter die Mauern seiner Grinzinger Villa zurück, um zu trauern. Er fühlte sich plötzlich ganz allein auf der Welt, hatte doch Hilde immer alle Fäden gezogen, ihm alles abgenommen. Aus dem Haus ging er meist nur, um ihr Grab zu besuchen. Noch Jahre nach ihrem Tod zündete der Witwer eine Kerze an, wenn er sich zum Fernsehen setzte, wie Sohn Michael einmal verriet: "Daneben liegt ihre Armbanduhr. Die zieht er dann auf und denkt an sie."

Diese verständliche Trauer um den geliebten Menschen gab Anlass zu vielen Gerüchten und Spekulationen: Peter Alexander sei krank, in Depressionen verfallen. Das stimmte aber nicht - er hatte im Showgeschäft am Höhepunkt des Erfolges einfach aufgehört. Die Musik ließ ihn dennoch nicht los - er legt gerne Jazzplatten aus seiner umfangreichen Sammlung auf.

81 Luftballons für seine Hilde

Tochter Susanne, die schon als Kind mit ihrem Vater den berühmten Schlager von den "süßesten Früchten" geträllert und aufgenommen hatte, wurde zur "Verbindungsfrau" Alexanders in die Öffentlichkeit. Sie war es auch, die viele Schallplatten aus dem Archiv ihres Vaters dem Gut Aiderbichl schenkte, damit Michael Aufhauser sie zugunsten der Tiere versteigern konnte. Susanne Neumayer- Haidinger, eine anerkannte Malerin, feierte auch mit ihrem Vater und einigen Freunden bei einem Heurigen am Wiener Stadtrand den 81. Geburtstag. Als dann ihm zu Ehren 81 rote Luftballons aufstiegen, wurde Peter der Große, wie er gerne genannt wurde, nachdenklich: "Ich widme diese ganze Ehrung meiner Hilde. Für mich ist sie noch immer allgegenwärtig." Susanne hörte damals still zu. Sie wird sicher ebenfalls an die Mutter gedacht haben.

An seinem 83. Geburtstag am 30. Juni werden Peter Alexander die beiden Frauen schmerzlich fehlen, ohne die er sich sein Leben, das jetzt noch einsamer wird, nicht vorstellen konnte. Würde er mit dem Schicksal hadern, wir könnten ihn verstehen...

Von Erich Vorrath, Kronen Zeitung, und krone.at

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