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Anna Fenninger verneigt sich: "Ich bewundere Lara"

14.03.2016, 14:44

Lange 21 Jahre musste die Schweiz auf den Gewinn des Damen- Weltcups warten. Mit einem dritten Platz in der Kombi von Lenzerheide machte Lara Gut am Sonntag den Gewinn der großen Kugel fix. Sie tritt damit die Nachfolge just jener Frau an, mit der sie vor sieben Jahren einen gemeinsamen Urlaub in der Türkei verbracht hat: Und die verletzte Anna Fenninger outete sich im Interview mit der "Kronen Zeitung" als echter Lara- Fan.

"Krone": Anna, du kommst zum Weltcup- Finale nach St. Moritz. Den ganzen Winter bist du dem Weltcup aber ferngeblieben. Warum? Weil's schwerfiel?
Anna Fenninger: Klar, das war auch ein Grund. Aber man darf nicht vergessen, dass so eine Reha sehr zeitintensiv ist. Grundsätzlich hat mir jedoch der Abstand gutgetan. Man wird wieder frei im Kopf, kann Dinge reflektieren und neu bewerten.  Jetzt freue ich mich drauf, die Mädels  beim Finale wiederzusehen

"Krone": Wo stehst du derzeit auf dem Weg zurück?
Fenninger: Es geht gut vorwärts. Man darf natürlich nicht vergessen, dass es eine komplexe und schwere Verletzung ist. Ich habe mir  Etappenziele gesetzt - und alles klappt inzwischen schon wieder ganz gut. Aber man braucht nach wie vor viel Geduld.

"Krone": Bleibt es auch bei August als Termin für die Rückkehr auf Ski?
Fenninger: Ist jedenfalls mein Ziel.

"Krone": Tut's weh, die Kugel hergeben zu müssen?
Fenninger: Natürlich wäre ich viel lieber selbst um die Kugel gefahren. Aber das hilft ja nichts. Die Situation ist nun einmal so, dass ich verletzt bin. Und jetzt hat  die Beste die Kugel mitgenommen.

"Krone": Freundin Lara bekommt sie - ist das  die bessere Variante als Nachfolgerin?
Fenninger: Lara hat es auf jeden Fall verdient, weil sie unglaublich hart arbeitet. Außerdem hat sie bei Großereignissen oft Lehrgeld zahlen müssen. Ich bewundere, wie gut sie schon im Jahr eins nach ihrem Skiwechsel (von Rossignol auf Head) klarkommt. Sie ist eine Kämpferin, gibt nie auf und wäre auch ohne Lindseys Verletzung bis zum Schluss dran gewesen.

14.03.2016, 14:44
Georg Fraisl, Kronen Zeitung
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