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27.07.2017 - 19:08
Foto: Uta Rojsek-Wiedergut

Nun jagt Interpol den unmaskierten Bankräuber

23.10.2014, 07:22
Genau geplant, regelrecht militärisch durchgeführt, skrupellos beendet: Das zielstrebige Vorgehen bei dem brutalen Überfall auf eine Bank in Pörtschach in Kärtnen am Montag lässt erste Rückschlüsse auf das Profil des unbekannten Täters zu. Der unmaskierte Räuber soll jetzt international zur Fahndung ausgeschrieben werden.

Der Bankräuber hatte sich bei dem Überfall offenbar nur auf eines verlassen – auf seine eigenen Stärken. Denn sowohl der Zeitpunkt des Coups (Montag früh ist ein Großteil der Polizeikräfte alarmbereit, in Krumpendorf fand sogar eine Übung statt), als auch der Tatort selbst waren schlecht gewählt: Im Süden versperrt der See, im Westen versperren eine Baustelle und ein Bahnschranken den Fluchtweg. Bei der gewählten Route nach Norden querte der Täter gerade noch vor dem herannahenden Zug die Geleise.

Bilder aus der Überwachungskamera der Bank zeigen den Räuber mit der Gaspistole.
Foto: Polizei

"Es könnte sich um einen Ex- Soldaten handeln"

"Er wirkte sicher und zielstrebig bei dem, was er tat", erklärte der Leiter des Kriminalamts, Gottlieb Türk. Mit einem Satz sprang der Pistolenmann beim Überfall über den 90 Zentimeter hohen Bankschalter. "Als der Überfall schon vorbei war, drehte sich der Täter um, kam zurück und schoss auf den Kassier", so ein Ermittler über die neuen Erkenntnisse rund um den Tatablauf. Da der Bankangestellte einziger Zeuge war, verschaffte sich der skrupellose Täter so Zeit für die Flucht. "Es ist nicht weit hergeholt, dass es sich um einen Ex- Soldaten handeln könnte", so ein LKA- Mann.

Die Ermittler haben nach der Schussattacke eine Hülse sichergestellt. Die abgefeuerte "Pfefferpatrone" des Typs Wadie wird überprüft, Polizisten ermitteln nun in Waffengeschäften. Zahlreiche weitere Hinweise sowie gesicherte DNA- Spuren werden derzeit geprüft.

Täter soll 100.000 Euro erbeutet haben

Sollte sich nicht unmittelbar eine heiße Spur ergeben, wird der Räuber via Interpol zur Fahndung ausgeschrieben. Dass der Täter erneut zuschlagen könnte, wird nicht befürchtet. Inoffiziell heißt es, er habe mehr als 100.000 Euro erbeutet.

23.10.2014, 07:22
Thomas Leitner und Hannes Wallner, Kronen Zeitung/red
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