Willkommen
|
Facebook Twitter Google Plus
30.04.2017 - 21:37
Foto: dpa/Uwe Anspach (Symbolbild)

Nach Sexvorwürfen: Wachebeamter suspendiert

15.10.2014, 17:06
Ein Beamter der Justizanstalt Josefstadt in Wien, dem der Missbrauch weiblicher Häftlinge vorgeworfen wird, ist vorläufig vom Dienst suspendiert worden, wie das Justizministerium am Mittwoch bekannt gab. Der Mann soll Insassinnen psychisch unter Druck gesetzt und jahrelang systematisch sexuell missbraucht haben. Schauplätze des Missbrauchs dürften unter anderem Jausenräume, Abstellkammern und Wachzimmer gewesen sein.

Gegen den Beamten war bereits im Jahr 2012 Anzeige erstattet worden. Am Dienstag hat die Wiener Wochenzeitung "Falter" berichtet, dass der Abschlussbericht des ermittelnden Bundesamts für Korruptionsbekämpfung, kurz BAK, vorliege. Die Vorwürfe gegen den Justizwachebeamten hätten sich verdichtet.

"Justizministerium forderte Zwischenbericht an"

Weder dem Justizministerium noch der Vollzugsdirektion lag der Bericht am Dienstag nach eigenen Angaben vor, obwohl er bereits im Juni bei der Staatsanwaltschaft Wien einlangte. "Das Justizministerium hat aktuell einen Zwischenbericht über die Ermittlungen angefordert", sagte Sprecherin Dagmar Albegger. Nach einer Prüfung sei es als notwendig erachtet worden, eine vorläufige Suspendierung über den Weg der Vollzugsdirektion auszusprechen.

Die aktuell bekannt gewordene Erhärtung der Verdachtslage gehe auf eine Weisung des Justizministeriums unter Einbindung des "Weisenrats" im Frühjahr zurück, erklärte Albegger. Der nun der Staatsanwaltschaft vorliegende Bericht des BAK sei eine Folge daraus.

Suspendierung gilt ab sofort

Der betroffene Beamte sei am Mittwoch von seiner vorläufigen Suspendierung verständigt worden, sagte der Leiter der Vollzugsdirektion, Peter Prechtl. Die Maßnahme gilt ab sofort. Bisher hatte man in der Justizanstalt darauf geachtet, dass der Beamte nicht zum Dienst im Frauenvollzug eingeteilt wird.

Die Justizanstalt Josefstadt hat nach Angaben Prechtls fast 600 Mitarbeiter, davon sind etwa 450 Justizwachebeamte. Die Einrichtung ist mit mehr als 900 Haftplätzen das größte Gefängnis Österreichs.

15.10.2014, 17:06
AG/red
Kommentare  
Kommentare sortieren nach:
km_num_com
km_datum_formatiert_com
von km_nickname_text_com  
km_text_com
km_kmcom_js_begin_com kmcom_add_trigger("readcomplete","kmcom_set_notify_status(Object({'object_id':km_object_id_com}))"); km_kmcom_js_end_com
km_kmcom_js_begin_com kmcom_add_trigger("readcomplete","kmcom_set_delete_status(Object({'object_id':km_object_id_com, 'status':km_status_com}))"); km_kmcom_js_end_com
Antworten sortieren nach:
km_antworten_com
km_datum_formatiert_com
von km_nickname_text_com  
km_text_com
km_kmcom_js_begin_com kmcom_add_trigger("readcomplete","kmcom_set_notify_status(Object({'object_id':km_object_id_com}))"); km_kmcom_js_end_com
km_kmcom_js_begin_com kmcom_add_trigger("readcomplete","kmcom_set_delete_status(Object({'object_id':km_object_id_com, 'status':km_status_com}))"); km_kmcom_js_end_com
User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB).
Werbung
Werbung
Meistgelesen
Meistkommentiert
Angaben gem ECG und MedienGesetz: Medieninhaber, Hersteller und Herausgeber bzw. Diensteanbieter
Krone Multimedia GmbH & Co KG (FBN 189730s; HG Wien) Internetdienste; Muthgasse 2, 1190 Wien
Krone Multimedia © 2017 krone.at | Impressum