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04.12.2016 - 23:29
Vor diesem Haus in der Oststeiermark wurde der Vater der jungen Frau erschossen.
Foto: APA/ERWIN SCHERIAU

Mann tötet Vater der "Ex" und danach sich selbst

07.11.2014, 08:45
Ein 45-jähriger Mann hat am Donnerstagabend in der Oststeiermark den Vater seiner Ex-Freundin erschossen und danach sich selbst getötet. Der Täter soll der Polizei zufolge sein Opfer vor dessen Haus regelrecht hingerichtet haben. Danach setzte er sich in sein Auto und richtete die Waffe gegen sich selbst.

Der 45- Jährige dürfte die Trennung von seiner Freundin vor einem Jahr immer noch nicht verkraftet haben und war am Abend zum Haus seiner 21 Jahre alten "Ex" in Hofstätten an der Raab im Bezirk Weiz gefahren, um die Frau zur Rede zu stellen. Diese war jedoch nicht zu Hause sondern noch in der Arbeit. Dafür befanden sich in dem Wohnhaus der 46- jährige Vater der Frau, dessen 42 Jahre alter Bruder, die siebenjährige Tochter und nicht zuletzt: der neue, 25 Jahre alte Freund der jungen Frau.

Neuer Freund versteckt sich mit Mädchen im Bad

Als der 45- Jährige eintraf, versteckte sich der 25- Jährige - offenbar in böser Vorahnung - mit dem kleinen Mädchen im Bad, während der Hausherr dem 45- Jährigen erklärte, dass die Frau nicht da sei. Trotzdem stürmte der Mann in das Gebäude und durchsuchte es.

Nach der erfolglosen Suche zwang der Täter den 46- Jährigen, vor das Haus zu gehen, und eröffnete dort das Feuer auf den Mann. Das Opfer brach tödlich getroffen zusammen.

Mörder richtet im Auto Waffe gegen sich selbst

Der 42- jährige Bruder des tödlich Getroffenen, der Zeuge der Bluttat war, alarmierte umgehend die Polizei. Eine Fahndung nach dem Schützen wurde eingeleitet, auch das Sondereinsatzkommando Cobra angefordert. Doch die Suche dauerte nicht lange: Im Auto des 45- Jährigen, das der Mann hinter dem Haus geparkt hatte, entdeckten die Beamten die Leiche des Schützen. Er hatte sich mit einem Kopfschuss selbst gerichtet.

Während die Leichen von der Staatsanwaltschaft Graz für eine gerichtliche Obduktion beschlagnahmt wurden, kümmerte sich schon das Kriseninterventionsteam um die Betreuung der geschockten Angehörigen. Die Ermittlungen werden fortgeführt.

07.11.2014, 08:45
AG/Kronen Zeitung/red
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