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18.08.2017 - 18:24
Foto: APA/Georg Hochmuth

36- Jähriger macht gutes Geschäft mit Pkw- Zulassungen

26.04.2011, 15:43
Um vermutlich bessere Preise für seine Gebrauchtwagen zu erzielen, hat ein 36-jähriger Wiener offenbar zahlreiche Fahrzeuge auf Scheinidentitäten zugelassen. Mit den betroffenen Pkws sollen anschließend mehrere Einbrüche, vor allem in Niederösterreich, begangen worden sein. Wie ein Ermittler des Landeskriminalamts im Gespräch mit krone.at mitteilte, waren Häuser in den Bezirken Wien-Umgebung, Mistelbach, Bruck an der Leitha, Gänserndorf und Krems betroffen.

Den bisherigen Ermittlungen zufolge gab es 17 "Scheinzulassungen" auf drei Serben. Zwei Fahrzeuge wurden außerdem im Jänner 2011 für eine tatsächlich existierende Person zugelassen. Zumindest fünf dieser Fahrzeuge wurden von Einbrechern für die Fahrt zu ihren Tatorten verwendet, berichtete die Sicherheitsdirektion. Ein Klein- Lkw mit einem gestohlenen Anhänger wurde zudem von der Polizei sichergestellt.

Verdächtiger in der "Szene bekannt"

Der 36- jährige Verdächtige will nichts von dem Bestimmungszweck der Fahrzeuge gewusst haben - ob man ihm diese Kenntnis nachweisen wird können, sei laut dem Polizisten äußerst fraglich. "Wir werden die ertappten Einbrecher dazu noch einvernehmen. Da der Mann jedoch in der Szene bekannt war, ist es sehr wahrscheinlich, dass er darüber Bescheid wusste, für welchen Zweck die Fahrzeuge gebraucht wurden", so der Polizist.

Fahrzeuge mit gestohlenem Pass zugelassen

Bei sämtlichen Zulassungen sollen gefälschte Kaufverträge und gefälschte Vollmachten der vorgegebenen Zulassungsbesitzer für die Anmeldung der Kraftfahrzeuge vorgelegt worden sein. Bei einer Hausdurchsuchung bei dem Verdächtigen und in mehreren Pkws konnten die heimischen Ermittler schließlich etliche Beweismittel sicherstellen. Darunter befanden sich Schlüssel und Dokumente der Fahrzeuge sowie ein gestohlen gemeldeter serbischer Reisepass.

30 bis 50 Prozent mehr verdient

Nach anfänglichem Leugnen zeigte sich der 36- Jährige teilweise geständig und wurde schließlich auf freiem Fuß angezeigt. Als Hauptmotiv gab der Verdächtige an, dass die Gebrauchtwagen auf diesem Wege besser zu verkaufen gewesen wären. "Er gab an, so um 30 bis 50 Prozent mehr am Verkauf verdient zu haben", so der Ermittler gegenüber krone.at. Seine zwielichtigen Kunden hätte er durch "Mundpropaganda" gewonnen.

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