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04.12.2016 - 21:58
Pornodarstellerin Jessica Drake (re.) wirft Trump sexuelle Belästigung vor.
Foto: AFP

US- Pornostar wirft Trump sexuelle Belästigung vor

23.10.2016, 07:50

Eine weitere Frau hat dem republikanischen US- Präsidentschaftskandidaten Donald Trump sexuelle Belästigung vorgeworfen. Trump habe sie und zwei Begleiterinnen 2006 umarmt und ohne ihre Zustimmung geküsst, sagte die Pornodarstellerin Jessica Drake am Samstag bei einer Pressekonferenz mit der prominenten Anwältin Gloria Allred. Sie berichtete zudem von einem unmoralischen Angebot. Trumps Lager wies das zurück - doch ein Foto soll die Bekanntschaft beweisen.

Drake ist eine von mindestens elf Frauen, die Trump sexuelle Übergriffe vorwerfen. Sie schilderte, sie habe Trump 2006 bei einem Golfwettbewerb im kalifornischen Lake Tahoe kennengelernt. Er habe mit ihr geflirtet und sie anschließend in sein Hotelzimmer gebeten. Dorthin habe sie zwei weitere Frauen als Begleitung mitgenommen, sagte Drake.

Trump soll Pornodarstellerin 10.000 Euro geboten haben

Als sie in das Zimmer gekommen seien, habe Trump einen Pyjama getragen und "jede von uns eng gepackt und geküsst, ohne um Erlaubnis zu fragen". Er habe sie gefragt, wie es sei, Pornos zu drehen. Drake spielte in Filmen wie "Sexcalibur" mit. Nachdem sie in ihr Zimmer zurückgekehrt sei, habe Trump sie angerufen und aufgefordert, wieder in seine Suite zu kommen. Nachdem sie abgelehnt habe, habe sie einen weiteren Anruf von Trump oder einem anderen Mann erhalten, der ihr 10.000 US- Dollar (rund 9000 Euro) und einen Heimflug in Trumps Privatjet geboten habe, wenn sie in Trumps Zimmer komme.

Ein Foto soll die Bekanntschaft beweisen.
Foto: AFP

Wahlkampfteam: "Diese Geschichte ist lächerlich"

Trumps Wahlkampfteam wies die Vorwürfe zurück. "Diese Geschichte ist total falsch und lächerlich", hieß es in einer Erklärung. "Mr. Trump kennt diese Person nicht, erinnert sich nicht an diese Person und hätte kein Interesse daran, sie jemals zu kennen." Drakes Anwältin Allred zeigte bei der Pressekonferenz jedoch ein Foto, das Trump und die Pornodarstellerin zusammen zeigt.

Trump kündigte an, nach der Wahl jene Frauen zu verklagen, die in den vergangenen Tagen mit Belästigungsvorwürfen gegen ihn an die Öffentlichkeit gegangen sind. Sie alle hätten gelogen, um seinem Wahlkampf zu schaden, sagte der Republikaner am Samstag bei einer Wahlkampfrede in Gettysburg im Bundesstaat Pennsylvania.

Die "Washington Post" hatte vor rund zwei Wochen eine heimliche Aufzeichnung aus dem Jahr 2005 veröffentlicht, in der Trump sich in vulgären Worten mit sexuellen Übergriffen auf Frauen brüstet. Kurz danach meldeten sich mehrere Frauen zu Wort, die Trump sexuelle Belästigung vorwarfen. Trump wies die Vorwürfe als Lügen und Verleumdungen zurück und beschuldigte das Wahlkampfteam seiner Rivalin Hillary Clinton, ihn verunglimpfen zu wollen.

Trump verspricht Steuersenkungen und 25 Millionen neue Jobs

Unterdessen stellte Trump am Samstag bei seiner Wahlkampfrede sein Programm für die ersten 100 Tage im Weißen Haus vor. Im Fall seines Wahlsiegs werde er die Steuern für die Mittelklasse senken, Freihandelsverträge auf den Prüfstand stellen und die Gesundheitsreform von US- Präsident Barack Obama kippen, sagte der Immobilienmogul. Außerdem versprach er, innerhalb eines Jahrzehnts 25 Millionen neue Arbeitsplätze zu schaffen und härter gegen die illegale Einwanderung in die USA vorzugehen.

Überraschende Ankündigungen machte Trump in seiner 45- minütigen Rede nicht. Das NAFTA- Abkommen mit Mexiko und Kanada wolle er neu verhandeln und das Pazifik- Freihandelsabkommen TPP werde er aufkündigen, sagte er. Die Vereinbarungen sind aus seiner Sicht für den Niedergang der US- Industrie und massive Arbeitsplatzverluste verantwortlich.

Foto: APA/AFP/Paul J. Richards

Als US- Präsident will Trump außerdem die Amtszeiten von Kongressmitgliedern beschränken. "Ein Wandel kann nur von außerhalb unseres kaputten Systems kommen", sagte der 70- Jährige. Er werde den "Sumpf in Washington" trockenlegen und mit einer "neuen Regierung des Volkes" ersetzen. Seine Konkurrentin Clinton wolle diesen Wandel verhindern, sagte Trump.

23.10.2016, 07:50
AG/red
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