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07.12.2016 - 21:26
Foto: APA/HANS KLAUS TECHT (Symbolbild)

Priester warnte in Predigt vor FPÖ - abberufen

18.11.2016, 13:29

Große Aufregung hat es nach einer Predigt eines pensionierten Aushilfspriesters in der Basilika St. Michael im oberösterreichischen Mondsee gegeben. Laut Augenzeugen soll dieser in seiner Kanzelrede gegen FPÖ- Mitglieder gewettert und vor den Freiheitlichen eindringlich gewarnt haben. Aussagen wie "blaue Brut" und "freiheitliche Pharisäer" sollen dabei gefallen sein. krone.at hat beim Generalvikariat der Diözese Linz in der Causa nachgefragt.

"Dass diese Aussagen im Zuge der Predigt tatsächlich gefallen sind, kann ich so nicht bestätigen,", so der Pressesprecher der Diözese Linz, Michael Kraml, am Freitag gegenüber krone.at. "Aber tatsächlich hat es offenbar Meldungen von Gottesdienstbesuchern rund um verbale Entgleisungen bei der Predigt des Aushilfspriesters Ernst E. gegeben", so Kraml weiter. Auch eine Anzeige wegen Verhetzung soll mittlerweile eingebracht worden sein.

Warnung vor Norbert Hofer

In der Predigt soll sich E. äußerst negativ über Mitglieder der FPÖ geäußert haben. Laut einem Online- Bericht des Gratisblattes "Wochenblick" habe er dabei unter anderem von einer "blauen Brut" sowie "freiheitlichen Pharisäern" gesprochen. Auch soll die Bundespräsidentenwahl Thema gewesen sein: Der Aushilfspriester habe die Anwesenden davor gewarnt, den FPÖ- Kandidaten Norbert Hofer zum Bundespräsidenten zu wählen, sagen Augenzeugen. Ebenso soll sich E. abfällig über den 2008 verstorbenen Langzeit- FPÖ- Chef Jörg Haider geäußert haben. "Um den Gründer der Blauen, welcher mit dem Auto tödlich verunglückt ist, der Haider, ist nicht schade. Da hat sich Österreich viel erspart", soll der sinngemäße Wortlaut gewesen sein.

"Bestellung des Priesters beendet"

Der Geistliche sei als Vertretung für den eigentlich zuständigen Pfarrer für die Gemeinde bestellt worden, da sich dieser auf Kur befunden habe, sagt der Sprecher. "Es stimmt jedenfalls, dass die Bestellung des Priesters mittlerweile beendet wurde", bestätigt Kraml gegenüber krone.at. Immerhin habe er sich nicht an die geltende Vereinbarung der Erzdiözese Linz gehalten: "Priestern ist es nicht gestattet, Wahlwerbung zu machen oder etwa auch Wahlempfehlungen abzugeben", so der Sprecher. "Der für die Basilika St. Michael in Mondsee zuständige Pfarrer hat seinen Kuraufenthalt mittlerweile unterbrochen und ist zurückgekehrt", so Kraml. "Unter diesen Umständen könne er sich nicht erholen, wie er meinte."

Die Medieninhaber von "wochenblick.at" ist laut Impressum die Medien24 GmbH mit Sitz in Brunnenthal in Oberösterreich. Diese Firma gehört über die Emotion Media GmbH laut "FirmenCompass" zur Gänze dem Unternehmensberater Norbert Geroldinger. Dieser war Medienberichten zufolge früher FPÖ- Gemeinderat und blauer Parteiobmann in Brunnenthal.

18.11.2016, 13:29
chs, krone.at/AG
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