Foto: APA/ANDREAS PESSENLEHNER

Marko lobt Vettel: "Der kompletteste Fahrer"

27.10.2013, 16:41
Red-Bull-Motorsportchef Helmut Marko schätzt harte Arbeit. Und niemand arbeitet in der Königsklasse des Motorsports härter als Sebastian Vettel - zumindest laut Marko. "Sebastian Vettel ist derzeit der schnellste und kompletteste Fahrer der Formel 1", lobte der 70-jährige Steirer seinen Vorzugsschüler am Sonntag. Vettel hatte sich in Indien gerade seinen vierten WM-Titel in Serie gesichert.

Vettel sei ein Ausnahmetalent, aber auch ein Ausnahmearbeiter, versicherte Marko. "Er hat sich das alles mit harter Arbeit erkämpft. Von allen Fahrern arbeitet er am härtesten." Das gelte allerdings im selben Ausmaß auch für das Team, dem der Grazer als einer von drei Direktoren vorsteht. "Auch ein Vettel kann nur mit einem Auto und einer Technik, die Red Bull Racing zur Verfügung stellt, all diese Rennen gewinnen."

"Neid haben wir uns sehr hart erarbeitet"

Derzeit ist es die beste Technik der Formel 1, das haben die Bullen mit dem vierten Konstrukteurs- WM- Titel in Serie unter Beweis gestellt. Die Überlegenheit des österreichisch- englischen Rennstalls ruft immer wieder auch misstrauische Blicke hervor. "Den Neid haben wir uns sehr hart erarbeitet", betonte Marko.

Um Vettels sechsten Sieg in Serie musste man dennoch zittern - nicht wegen der eigenen Leistungsstärke, sondern aufgrund der Zuverlässigkeit. Bei Teamkollege Mark Webber war wieder einmal die Lichtmaschine defekt, der Australier musste seinen RB9 an zweiter Stelle liegend abstellen. "Das haben wir bei Renault schon öfter gesehen", erinnerte Marko. "Das kommt aus dem Blauen heraus."

"Webber hat viel Pech mit der Technik"

Wieder einmal traf das Problem nicht Vettel, sondern seinen unglücklichen Stallrivalen. "Webber hat in dieser Saison derartig viel Pech mit der Technik, das zermürbt auch", erklärte Marko. Der Australier zeigte sich nach dem Rennen wortkarg. "Es ist so wie in vielen anderen Rennen in diesem Jahr, ich kann darüber nur lächeln", sagte Webber, der die Formel 1 mit Saisonende verlässt.

Während Vettel von Sieg zu Sieg eilt, wartet der 37- Jährige auf seiner Abschiedstournee noch vergeblich auf einen GP- Erfolg – drei Rennen hat er dazu noch Zeit. Drei weitere Rennen, in denen Red Bull seine Überlegenheit noch einmal ausspielen will, bevor ein völlig verändertes Reglement 2014 die Karten neu mischt. Marko macht sich diesbezüglich keine Sorgen. "Wir haben die richtigen Leute im Team."

27.10.2013, 16:41
AG/red
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