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Holland vernichtet 18 Mio. Dosen des H1N1-Impfstoffs

27.07.2010, 22:08
Holland vernichtet 18 Mio. Dosen des H1N1-Impfstoffs (Bild: APA/dpa/Fredrik von Erichsen)
Foto: APA/dpa/Fredrik von Erichsen
Die Niederlande haben damit begonnen, fast 18 Millionen Dosen des Impfstoffs gegen die Neue Grippe (H1N1) zu vernichten. Weil das Verfallsdatum nahe, werden die Vakzine in den kommenden Monaten entsorgt, sagte am Dienstag eine Sprecherin des Gesundheitsministeriums. In Österreich ist die Entsorgung des Impfstoffs kein Thema.

Die niederländische Regierung hatte von den Pharma- Unternehmen GlaxoSmithKline und Novartis 31 Millionen Impfdosen gekauft. Davon wurden nach Angaben der Sprecherin mindestens elf Millionen verwendet. Es seien zwei Impfdosen pro Einwohner gekauft worden, H1N1 habe sich jedoch als weniger heftig erwiesen als ursprünglich befürchtet.

Im November 2009 hatte das Gesundheitsministerium angekündigt, 19 Millionen Einheiten sollten ins Ausland weiterverkauft werden. Veräußert wurden aber lediglich 257.000 Einheiten, unter anderem nach Estland und nach Mazedonien. 2,2 Millionen Impfdosen will die niederländische Regierung für den Fall behalten, dass das Virus in einer anderen Form wiederkehrt, wie die Sprecherin sagte.

Österreich behält den Impfstoff

In Österreich ist die Entsorgung des übrig gebliebenen Impfstoffs zumindest derzeit kein Thema: Laut Fabian Fußeis, Sprecher im Gesundheitsministerium, glauben Experten, dass das Virus A bei der nächsten saisonalen Grippe zurückkehren könnte. "Das warten wir ab", so Fußeis. "Bei uns sind die Impfstoffe fachmännisch gelagert." Ein Ablauf der chemischen Haltbarkeit drohe noch nicht und stelle kein Problem dar. Verfügbar ist derzeit noch Impfstoff für 300.000 bis 350.000 Verabreichungen.

Die Neue Grippe war am 10. Juni 2009 zur ersten Pandemie des 21. Jahrhunderts ausgerufen worden. Weltweit starben nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation (WHO) 18.156 Menschen an dem Virus und damit deutlich weniger als an einer gewöhnlichen saisonalen Grippe. In Österreich wurden laut Gesundheitsministerium bis ein Jahr nach dem Ausbruch 40 Todesfälle und 4.017 Erkrankung registriert.

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