Mo, 20. November 2017

Drei Verletzte

10.11.2017 19:14

Auto raste in Frankreich in Menschenmenge

Ein Autofahrer hat am Freitag in der Nähe von Toulouse seinen Wagen in eine Gruppe von Passanten gesteuert. Drei Studenten seien dabei verletzt worden, eine junge Frau sogar schwer, teilte die Polizei in Blagnac bei Toulouse mit. Der Mann habe "vorsätzlich" gehandelt, hieß es. "Stimmen in seinem Kopf" hätten ihn zu der Tat angestiftet.

Der Zwischenfall soll sich gegen 16 Uhr in der Ortschaft Blagnac an einem Fußgängerweg vor einer Schule zugetragen haben. Bei dem Täter handelt es sich um einen 28-Jährigen, der der Justiz bereits bekannt sei. Er sei bereits etwa zehnmal verurteilt worden. Aktuell sei er im Rahmen einer Bewährungsstrafe verpflichtet, sich behandeln zu lassen - dieser Auflage sei er nachgekommen. Diese Angaben seien aber alle noch "im Konditionell", so der Ermittler.

Bei der Schwerverletzten handelt es sich um eine 23-jährige Studentin aus China. Der Fahrer ließ sich von der Polizei widerstandslos festnehmen.

Der Toulouser Staatsanwalt Couilleau sagte dem Sender BFMTV, der Fahrer sei von den Behörden nicht in der Datenbank möglicher Gefährder für die Staatssicherheit geführt worden. Darin werden etwa Menschen aufgelistet, denen terroristische Absichten zugetraut werden. Der Fall wurde zunächst auch nicht von Anti-Terror-Ermittlern übernommen.

Der Täter soll an psychischen Problemen gelitten haben. Die Stimmen in seinem Kopf hätten ihm befohlen, "jemandem weh zu tun" so die "Daily Mail". Der Bürgermeister von Toulouse zeigte sich auf Twitter bestürzt von dem Vorfall. "Wir bieten den Studenten und ihren Familien unsere Unterstützung an", so Jean-Luc Moudenc.

Auch Innenminister Gerard Collomb bekundete den Verletzten seine Unterstützung und lobte eine schnelle Reaktion der Polizei. Die Ermittlungen sollten nun den Hintergrund der Tat klären, teilte er auf Twitter mit. Frankreich war in den vergangenen Jahren mehrfach Ziel von Terroranschlägen, darunter auch Attacken mit Fahrzeugen.

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