Mo, 20. November 2017

Grausame Tat

10.11.2017 15:32

Schlafenden Obdachlosen in München angezündet

Schockierende Tat in Deutschland: Zwei junge Männer haben Anfang November am Hauptbahnhof in München versucht, einen schlafenden Obdachlosen anzuzünden. Überwachungskameras filmten die beiden Täter dabei, wie sie die Habseligkeiten des 51-Jährigen in Brand steckten - nachdem sie zuvor noch schnell Selfies mit ihrem Opfer gemacht hatten.

Zu der menschenverachtenden Tat kam es in der Nacht zum 2. November an einem S-Bahnsteig am Münchner Hauptbahnhof. Auf den Aufnahmen sind die beiden Männer klar und deutlich zu erkennen, wie sie unmittelbar vor der Tat Selfies mit ihrem späteren Opfer, das auf einer Metallbank schläft, machen.

Mit Feuerzeug nachgeholfen
Dann zünden sie zunächst ein Plastiksackerl neben dem schlafenden Mann an, indem einer der beiden Gesuchten eine brennende Zigarette in das Sackerl wirft. Als das Sackerl mit den wenigen Habseligkeiten des Obdachlosen nicht sofort Feuer fängt, hilft der Täter noch mit einem Feuerzeug nach. Als es schließlich richtig zu brennen beginnt, flüchten die beiden Täter mit der S-Bahn.

Zum Glück bemerkten aber andere Passanten das brennende Sackerl rechtzeitig. Noch hatte sich die Kleidung des Obdachlosen nicht entzündet, er blieb unverletzt.

Ähnlich grausame Taten in Berlin und Hamburg
Der Fall erinnert an andere schreckliche Taten in Hamburg und Berlin. Auch in der Hansestadt wurde das Feuer glücklicherweise durch zufällig vorbeigehende Passanten gelöscht. Auch hier wurde der 32-jährige Täter mithilfe von Videoaufnahmen identifiziert.

In der deutschen Hauptstadt waren vergangenen Sommer sechs Flüchtlinge aus Syrien und Libyen verurteilt worden, die im Jänner 2017 einen schlafenden Obdachlosen in einer U-Bahnstation in Flammen setzten wollten. Auch hier führten Videoaufnahmen zur Identifizierung und Ergreifung der Täter.

Im Video: Obdachlosen angezündet - Hauptäter in Haft

Zunächst wurden die jungen Männer im Alter von 17 bis 21 Jahren wegen versuchten Mordes angeklagt, letztlich wurde dieser Vorwurf vor Gericht aber fallen gelassen. Der 21 Jahre alte Haupttäter wurde zu einer Haftstrafe von zwei Jahren und neun Monaten verurteilt.

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Redaktion
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