Sa, 18. November 2017

Irre „Kult“-Vorwürfe

18.07.2017 09:46

R. Kelly soll sechs junge Frauen gefangen halten

2008 wurde er wegen Kinderpornografie-Produktion angeklagt, nachdem ein Video aufgetaucht war, das ihn beim Sex mit einer 14-Jährigen zeigen soll. R. Kelly wurde damals wegen Mangels an Beweisen freigesprochen. Jetzt behaupten gleich drei Elternpaare, dass der "R&B"-Sänger ihre Töchter wie in einem "Kult" festhält.

Das bestätigen auch drei ehemalige Mitarbeiterinnen von Kelly gegenüber "BuzzFeed News"-Reporter Jim DeRogatis, berichtet "Enterpress News". Laut dessen Bericht wurden die jungen Frauen von ihren Eltern in Kellys Obhut gegeben - um deren Musikkarriere zu förden. Stattdessen habe Kelly sie aber einer Gehirnwäsche unterzogen.

Junge Frauen müssen ihn "Daddy" nennen
Hier sind die von "BuzzFeed News" detailliert aufgezählten Vorwürfe:

  • Kelly hält die jungen Frauen in seinen Villen in Atlanta und Chicago fest.
  • Er hat ihre Handys ausgetauscht gegen Mobiltelefone, mit denen die Mädchen nur ihn erreichen können. Kontakt zur Familie ist verboten.
  • Er besteht darauf, von den Girls "Daddy" genannt zu werden, und muss die Erlaubnis geben, wenn sie das Haus oder Tonstudio verlassen wollen
  • Wenn andere Männer um sie herum sind, müssen die jungen Frauen unförmige Jogginganzüge tragen und dürfen die anderen Männer nicht anschauen.
  • Er filmt sexuelle Akte mit ihnen.
  • Er misshandelt sie verbal und körperlich.

Sänger diktiert ihr Leben - Mädchen sagen, ihnen geht es gut
Die Identitäten und das Alter der jungen Frauen wird nicht veröffentlicht. Aber die Ex-Mitarbeiterinnen Cheryl Mack, Kitti Jones und Asante McGee schwören, dass "sechs Frauen bei Kelly in Chicago und Atlanta leben und dass jeder Aspekt ihres Lebens von dem Säger diktiert wird - von was sie essen und anziehen über wann sie schlafen und baden bis zu wie und mit wem sie Sex haben."

Die besorgten Eltern hatten bereits die Polizei in Illinois und Georgia eingeschaltet. Doch als die Cops bei Kelly erschienen, schworen die Girls, dass sie nicht gegen ihren Willen festgehalten würden und dass es ihnen gut geht.

Kellys Anwältin Linda Mensch dementiert alle Vorwürfe: "Ich frage mich, warum Menschen einen solchen großartigen Künstler wie meinen Mandanten diffamieren wollen. Er liebt seine Fans, arbeitet rund um die Uhr und kümmert sich um alle Menschen in seinem Leben."

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