Mo, 18. Dezember 2017

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17.07.2017 18:05

Tierqual wird Fall für Staatsanwalt

Die aufgedeckten Qualen in einem Unterkärntner Schweinemastbetrieb werden jetzt auch zum Fall für die Staatsanwaltschaft. Die Bezirkshauptmannschaft bringt eine Sachverhaltsdarstellung ein, es geht darin um den Verdacht der Tierquälerei.

Mit versteckten Kameras hatten Tierschützer Videos von den Zuständen in einem Unterkärntner Betrieb gedreht. Die erschreckenden Bilder sind jetzt auf dem Weg zur Staatsanwaltschaft.

Die Bezirkshauptmannschaft hat bereits ein Verwaltungsstrafverfahren gegen den Betreiber  eingeleitet. Für ihn gilt die Unschuldsvermutung. "Wir mussten die Bilder sichten - jetzt wird eine Sachverhaltsdarstellung an die Staatsanwaltschaft übermittelt", erklärt Völkermarkts Bezirkshauptmann Gert Klösch.

Wie eine Justizsprecherin erklärt, sei davon auszugehen, dass nach Prüfung ein Ermittlungsverfahren eingeleitet wird. Es gehe um den Verdacht der Tierquälerei.

Nach Auffliegen des Schweinemast-Skandals hat sich Montag ein landwirtschaftlicher Sachverständiger vor Ort ein Bild von den betroffenen Schweineställen gemacht. Klösch: "Die Böden, die Größe der Ställe, die Belüftung werden überprüft."

Mehr Amtstierärzte werden eingesetzt
Für weitere Kontrollen in rund 550 Kärntner Schlachtbetrieben hat man sich indes auf die temporäre Aufnahme weiterer Amtstierärzte geeinigt.

"Die Suche hat am Montag begonnen", bestätigt Agrarlandesrat Christian Benger. Der Forderung, die Kontrollen im Sinne der Objektivität vom Agrar- an das Gesundheitsressort zu übergeben, erteilt er eine Absage.

von Thomas Leitner, Kärntner Krone

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