Mi, 17. Jänner 2018

1944 - 2017

03.07.2017 21:23

Deutscher Schlagersänger Chris Roberts ist tot

Schlagerstar Chris Roberts ist tot! Der Sänger starb bereits am Sonntag im Alter von 73 Jahren nach einer Krebserkrankung in einer Klinik in Berlin, wie eine Mitarbeiterin am Montag bestätigte. Mit Hits wie "Du kannst nicht immer 17 sein" wurde er zur musikalischen Legende.

Chris Roberts gehörte mit Udo Jürgens, Rex Gildo und Roy Black zur Goldenen Generation des deutschen Schlagers. Roberts, ein studierter Ingenieur, der eigentlich Christian Klusacek hieß, hatte in den 70er Jahren eine Reihe von Erfolgen. Dazu zählten "Ich bin verliebt in die Liebe" (1970), "Hab ich Dir heute schon gesagt, dass ich Dich liebe" (1971), "Ich mach ein glückliches Mädchen aus Dir" (1974) und "Du kannst nicht immer 17 sein" (1974).

Rund 11 Millionen Schallplatten verkauft
Insgesamt verkaufte Roberts rund 11 Millionen Schallplatten. "Er wurde mit Platin- und Gold-LPs, Bravo-Ottos, Goldenen Europas, Ehrenantennen, Löwen, Goldene Stimmgabeln, wie Bambis ausgezeichnet, war auf mehr als 50 Titelblättern von Bravo bis Bunte vertreten und war der absolute Mädchenschwarm", erinnerte sein Management an die Glanzzeiten. "Allein in der ZDF-Hitparade mit Dieter Thomas Heck hatte er seit 1969 in 12 Jahren 65 Auftritte, platzierte sich 13-mal als Nummer 1 und avancierte damit zum ungekrönten Hitparadenkönig. Mehr als 20 seiner Titel landeten in den Charts."

Auch als Schauspieler sehr beliebt
Auch als Schauspieler war Chris Roberts sehr beliebt. Er war in mehreren Komödien und Schwänken als smarter Herzensbrecher zu sehen, darunter in "Wenn die tollen Tanten kommen" (1970) neben Rudi Carrell und Ilja Richter, "Wenn jeder Tag ein Sonntag wär" (1973) neben Ireen Sheer und Heinz Reincke sowie in "Sunshine Reggae auf Ibiza" (1983) neben Karl Dall.

Roberts war erst seit wenigen Monaten Deutscher
Der gebürtige Münchner, dem der deutsche Schlager so viele Evergreens zu verdanken hat, hatte erst seit wenigen Monaten einen deutschen Pass. Er war bis zu seinem 73. Lebensjahr staatenlos, weil er 1944 in Nazi-Deutschland als Sohn einer deutschen Mutter und eines jugoslawischen Vater zur Welt gekommen war. Die Eltern durften in der Nazi-Zeit nicht heiraten, so dass in Roberts' Geburtsurkunde 1944 der Vermerk "ungeklärte Staatsangehörigkeit" eingetragen wurde. "Sein größter Herzenswunsch wurde noch kurz vor seinem Tod erfüllt: Am 20. April 2017 erhielt Chris Roberts die Deutsche Einbürgerungsurkunde, vier Tage später den Deutschen Pass", berichtete sein Management.

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