Mo, 11. Dezember 2017

Vereine gehen über

23.06.2017 10:13

Wenn Katzen einfach weggeworfen werden

Drei trächtige, schwer kranke Jungkatzen - "vergessen" vor den Türen des Tierheims.: Das ist nur eine der vielen Geschichten, mit denen der Franziskushof in Oberschützen derzeit kämpft. Während in Eisenstadt das Tierschutzhaus Sonnenhof vom Land errichtet wurde, bleiben solche Fälle im Süd- und Mittelburgenland an privaten Vereinen hängen.

Die privaten Tierschutzvereine des Landessüdens platzen derzeit aus allen Nähten. Ausgesetzte Tiere müssen behandelt und untergebracht werden. Die Kosten tragen die Tierschützer mithilfe von Spenden.

Jungkatzen knapp vorm Tod
Ein besonders tragischer Fall ließ nun die Mitarbeiter des Franziskushofs in Oberschützen an ihre Grenzen gehen. "Drei Jungkatzen in furchtbarem Zustand wurden in einer Schachtel vor die Tür gestellt", erzählt Mitarbeiterin Anna. "Sie haben geröchelt, waren verschleimt, wir mussten ihnen das Futter pürieren. Ohren, Zähne, Augen - überall Entzündungen. Tierarzt Dr. Baldasti, der uns wie immer sehr unterstützt hat, stellte fest, dass sie trächtig waren. Wir mussten davon ausgehen, dass sie das nicht überleben."

Pflegestellen heillos überfüllt
Doch die Katzen kämpften - und brachten insgesamt elf Junge zur Welt. Mittlerweile sind alle wohlauf, 19 Katzen warten auf Vergabe. Auch der Verein "Wir fürs Tier Oberwart" kommt nicht zur Ruhe: Eine schwer kranke Babykatze wurde auf dem Spielplatz in Grodnau gefunden, eine andere irrte auf der Hauptstraße in Loipersdorf umher. Die Pflegestellen sind heillos überfüllt.

Vereine helfen mit Kastrationsprojekten
"Nur Kastration beendet das Tierleid", ist Obfrau Alice überzeugt. "Wenn jemand nicht mehr weiter weiß, bitte melden, wir helfen." Auch Anna schlägt in die gleiche Kerbe: "Tiere abzustellen, ohne sich zu melden oder sie im Straßengraben zu 'entsorgen', ist nicht nur grausam, sondern auch feig." Infos zu Spenden und zur Katzenvergabe am Franziskushof gibt es auf Facebook ("Tierasyl International") sowie unter Tel.: 0664/460 49 20.

Melanie Leitner, Kronen Zeitung

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