Fr, 23. Februar 2018

Ermitteln verdeckt

17.03.2017 17:17

"Schattenmänner": Schreckgespenster für Kriminelle

Auch wenn die Alltagsverbrechen vielerorts spürbar sind, so hat es die Einsatzgruppe zur Bekämpfung der Straßenkriminalität (EGS) in zehn Jahren geschafft, allein die Zahl der Wiener Wohnungseinbrüche um 4700 Taten zu senken. Das Erfolgsgeheimnis: Verdeckte "Schattenmänner" observieren die Kriminellen ...

Kriminalisten eilen als Pizzaboten durch die Gassen, fotografieren wie Touristen eifrig Baudenkmäler oder kuscheln als Liebespaare auf Parkbänken. Kurzum: Dank professioneller Observation gelingt es den EGS-Polizisten immer öfter, Verdächtige unbemerkt über Tage zu beschatten und zuzuschlagen, sobald diese kriminell geworden sind.

"Schattenmänner" als Schreckgespenster
Wurde vor zehn Jahren noch in 10.890 Wiener Wohnungen eingebrochen, so ist diese Zahl laut Kriminalstatistik im Vorjahr auf "nur" 6173 Taten gesunken. Mit Nachtsichtgeräten, Wärmebildkameras und Minisendern auch technisch gewappnet, haben sich die rund hundert "Schattenmänner" der Polizei zum Schrecken mafiöser Ost-Banden entwickelt. "Gab es vor drei Jahren noch große georgische Einbrecherbanden, so haben sich diese mittlerweile wieder aus Wien verzogen", schmunzelt EGS-Oberst Wolfgang Preiszler.

Allerdings sind viele ertappte Täter, die auf so mancher Flucht mit 160 (!) Stundenkilometern durch das Ortsgebiet rasten, überaus gewaltbereit: Jedes Jahr wird jeder dritte der Elite-Kriminalisten bei einem Zugriff schwer verletzt.

Christoph Matzl und Sandra Ramsauer, Kronen Zeitung

Das könnte Sie auch interessieren
Kommentar schreiben

Liebe Leserin, lieber Leser,

die Kommentarfunktion steht Ihnen ab 6 Uhr wieder wie gewohnt zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen
das krone.at-Team

Kommentare
324

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB).

Für den Newsletter anmelden