Di, 20. Februar 2018

Alarmierende Zahlen

15.12.2016 20:41

US-Studie: Jeder achte Pilot hat Depressionen

Einer neuen Untersuchung zufolge könnten Hunderte Piloten weltweit an Depressionen leiden, suchen aber aus Angst vor Problemen im Job keine Hilfe. Bei rund jedem achten Piloten, der an einer anonymen Online-Studie der Elite-Universität Harvard teilnahm, seien Anzeichen für eine Depression erkennbar, berichten die US-Forscher.

"Wir haben herausgefunden, dass viele Piloten, die derzeit fliegen, mit depressiven Symptomen kämpfen und es könnte sein, dass sie keine Hilfe suchen, weil sie Angst vor negativen Auswirkungen auf ihre Karriere haben", sagte der Hauptautor der Studie, Assistenzprofessor Joseph Allen.

"Es gibt einen Schleier der Verschwiegenheit um psychische Probleme im Cockpit." Wegen des Stigmas um das Thema sei die Forschung nicht einfach, beklagen die Wissenschaftler im Fachjournal "Environmental Health".

12,6% der Piloten mit Anzeichen von Depression
An der Studie nahmen 3500 Piloten aus mehr als 50 Ländern teil, rund die Hälfte davon beantwortete auch die Fragen zu ihrer psychischen Verfassung. Davon zeigten 12,6 Prozent Zeichen von Depression, rund vier Prozent berichteten sogar von Selbsttötungsgedanken innerhalb der vergangenen zwei Wochen - besonders diejenigen, die hohe Dosen von Schlafmitteln nahmen, oder sexuell oder verbal belästigt worden waren.

Weltweit leiden nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation WHO rund 350 Millionen Menschen an Depressionen. Ein psychisch kranker deutscher Kopilot hatte im März 2015 ein Flugzeug der Linie Germanwings in den französischen Alpen absichtlich zum Absturz gebracht. Dabei waren alle 150 Insassen der Maschine getötet worden.

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