Mo, 23. Oktober 2017

2:0 vergeigt

09.12.2016 08:31

Austria in Schockstarre: „Wir waren zu dumm!“

Unfassbar: Die Austria kassierte in Pilsen in numerischer Überlegenheit drei Tore. Die Partie endete 2:3, damit sind die Veilchen raus aus Europa!

"Wir waren einfach zu dumm, wenn du so spielst und solche Tore kassierst, hast du es nicht verdient, weiterzukommen."
(Raphael Holzhauser)

"Nach diesem Ausscheiden gibt es nur eine Frage: Wie kann man sich nur so naiv anstellen?"
(Lukas Rotpuller)

Klare Worte jener Männer, die die Austria in Pilsen 2:0 in Führung gebracht hatten, die es für den Aufstieg "angerichtet" hatten. Dumm, naiv - die besten Bezeichnungen für  den violette Auftritt in Pilsen. Da führt man 2:0, hat man es wie am fünften Spieltag daheim gegen Astra Giurgiu selbst in der Hand - und vergeigt es wieder, diesmal sogar noch schlimmer als gegen Giurgiu, wo beim Heim-1:2 (nach 1:0-Führung) auch der polnische Schiedsrichter mit fragwürdigen Pfiffen seinen Teil zur Niederlage beigetragen hatte.

Drei Gegentore in Überzahl
Denn diesmal kassierte die Austria in numerischer Überlegenheit (Pilsens Hejda hatte bereits nach 18 Minuten die rote Karte gesehen!) drei Gegentore - weltrekordverdächtig, passierte noch nicht oft im Fußball. Und damit waren auch alle Blicke nach Bukarest, wo Giurgiu gegen Roma nicht gewinnen durfte, damit Austria noch eine Aufstiegschance hat, hinfällig - dass die Römer 0:0 spielten, einen Punkt holten, sei nur so nebenbei erwähnt, war ja letztendlich angesichts des violetten Versagens egal.

Zu dumm - der einzige Ausdruck, der passt! Die Angst vor dem Sieg, vor dem Aufstieg, hatte die Truppe von Thorsten Fink vollends gelähmt, der Trainer war nach dem unfassbaren K. o. natürlich auch am Boden zerstört: "Wir hatten zweimal die Hand drauf, es ist der bitterste Moment, seit ich bei der Austria Trainer bin", gestand Fink.

Gründe? "Nach der Pause haben wir zu wenig für die Offensive getan, hatten Angst, den Ball nach vorne zu spielen. Und hinten passierten Fehler, die nicht passieren dürfen, so haben wir uns selbst geschlagen. Der große Unterschied war, dass Pilsen immer an den Sieg geglaubt hat, wir nicht".

Fink ist jetzt gefordert, muss die mental schwer angeschlagene Truppe wieder aufrichten - und sich so wie die Chefetage eingestehen, dass es (noch) nicht für Europas reicht. Einige Spieler sind einfach nicht gut genug für solche Aufgaben!

Peter Klöbl (in Pilsen), Kronen Zeitung

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