Do, 23. November 2017

Olympia 2016

06.08.2016 14:36

Olivia Hofmann schießt knapp am Finale vorbei

Lediglich 0,2 Ringpunkte haben Olivia Hofmann bei ihrem Olympia-Debüt auf den Finaleinzug im Luftgewehrbewerb gefehlt. Die Tirolerin schoss am Samstag in der Qualifikation 415,7 Zähler, womit sie Platz zehn belegte. Ein etwas zu schwacher Beginn in den ersten beiden Zehner-Serien kostete ihr den erhofften Einzug in die Medaillenentscheidung der besten acht.

Die seit einigen Tagen von einer Verkühlung geplagte Weltranglisten-Siebente zeigte sich mit der Vorstellung in ihrer Paradedisziplin aber zufrieden. "Ich kann mir eigentlich nicht viel vorwerfen, es waren am Anfang leider die guten Zehner, die gefehlt haben. Es ist natürlich schade, dass es sich nicht ausgegangen ist. Sicher ist es extrem knapp, aber die zwei Zehntel kann man theoretisch bei so ziemlich jedem Schuss herausholen", sagte die von Hustenanfällen geschüttelte Hofmann zwei Tage vor ihrem 24. Geburtstag.

Der einzige Neuner-Treffer bei insgesamt 40 Schuss sei ihr durch einen kleinen technischen Fehler unterlaufen. "Das kann passieren, damit muss ich leben." Sie habe insgesamt aber einen guten ersten Olympia-Wettkampf abgeliefert, der sich sehen lassen könne. "Ich hadere nicht unbedingt mit der Leistung, ich muss zufrieden sein", betonte die heuer im Weltcup schon einmal zweitplatzierte Innsbruckerin. Die Verkühlung, die sie sich bei einer Fahrt in einem stark klimatisierten Bus geholt hatte, habe sie nicht beeinträchtigt. "Das ist natürlich nicht optimal, es hat mich aber im Schießen nicht beeinflusst."

Auch ihre Teilnahme an der Eröffnungsfeier am Vorabend des bereits um 8.30 Ortszeit gestarteten Hallenbewerbs in Deodoro sei kein Einflussfaktor gewesen, beteuerte sie. Hofmann war mit ihren Teamkollegen gleich nach dem Einmarsch ins Maracana-Stadion bereits um 22.30 Uhr zurück ins Olympische Dorf gefahren.

Auch ihre Betreuer sahen in der abendlichen Zeremonie kein Problem. "Ich habe hier bald gespürt, dass sie unbedingt zur Eröffnung gehen möchte. Mein Job und der des ÖOC ist es dann, das gut zu regeln, und das hat super geklappt. Die Emotion, die sie durch den Einmarsch mitnimmt, ist für das ganze Leben wichtig", verwies Trainer Wolfram Waibel auf die prägenden Eindrücke der Eröffnungszeremonie.

Das könnte Sie auch interessieren
Kommentar schreiben

Liebe Leserin, lieber Leser,

die Kommentarfunktion steht Ihnen ab 6 Uhr wieder wie gewohnt zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen
das krone.at-Team

Kommentare
324

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB).

Für den Newsletter anmelden