Fr, 15. Dezember 2017

Davis Cup

16.07.2016 15:45

ÖTV-Doppel verkürzt gegen die Ukraine auf 1:2

Österreichs Davis-Cup-Team hat eine vorzeitige Niederlage in Kiew abgewendet. Jürgen Melzer/Philipp Oswald besiegten am Samstag in der 2. Runde der Europa-Afrikazone I das ukrainische Duo Denis Moltschanow/Artem Smirnow nach 2:27 Stunden 6:3, 7:6(7) und 6:3. Bemerkenswert: Die Österreicher kassierten im ganzen Match kein einziges Break.

Die Entscheidung fällt damit erst am Sonntag (ab 11 Uhr MESZ). Gerald Melzer (gegen Illja Martschenko) und danach Dennis Novak (gegen Sergij Stachowskij) müssen aber am Sonntag noch beide Einzel gewinnen, um den Turnaround noch zu schaffen.

Melzer: "Wir haben eine gute Partie gespielt"
Jürgen Melzer, der seinen ersten richtig ernsten Einsatz nach einer rund zehnmonatigen Verletzungspause absolviert hat, war besonders glücklich. "Für mich ist das natürlich heute sehr, sehr gut. Ich glaube, wir haben eine gute Partie gespielt, sehr viele Breakbälle abgewehrt und sehr wenig Blödsinn gemacht. Das reicht dann für so ein Doppel", freute sich der 35-jährige Niederösterreicher.

Oswald "stolz"
Auch Oswald, der in seinem zweiten Doppel für Österreich den ersten Punkt geholt hat, war guter Laune. "Es ist sehr zufriedenstellend, dass wir in drei Sätzen gewonnen haben. Wir sind mit dem Rücken zur Wand gestanden. Das ist der erste Punkt, den ich aktiv für das Land beigetragen habe, da bin ich stolz drauf."

Satzball abgewehrt
Die Ukrainer hatten im Doppel überraschend auf Stachowskij verzichtet, der ein starker Doppelspieler ist und auch im Einzel gegen Gerald Melzer überzeugt hatte. Gegen Moltschanow/Smirnow übernahmen die Österreicher von Beginn weg das Kommando. Nach einem frühen Break zum 2:0 ging der erste Satz flott an die Gäste. Im zweiten Durchgang war es kurz brenzlig, als Melzer/Oswald bei 6:7 im Tiebreak einen Satzball abwehren mussten. Die beiden nützen aber selbst den zweiten Satzball zum 9:7 und der 2:0-Satzführung. Ein Break zum 4:2 im dritten Satz stellte dann die Weichen zum Sieg.

"Es ist noch alles drinnen"
Einen 0:2-Rückstand nach dem ersten Tag aufzuholen, dass ist Österreichs Davis Cuppern seit 1905 nie gelungen. Jürgen Melzer war optimistisch, auch wenn am Vortag in zwei Einzeln nur ein Satz gewonnen worden war. "Es ist noch alles drinnen. Wir sind noch am Leben, das war das Ziel vom heutigen Doppel. Am Sonntag sind zwei Partien zu spielen, dann wird man sehen, ob es für uns auch einmal reicht, ein 0:2 umzudrehen."

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