Mi, 13. Dezember 2017

Völlig unerwartet

20.05.2016 19:58

"Roter Messias" Adi Pinter ist tot!

Die roten Krawatten waren sein Markenzeichen, beim GAK feierte er in der Tirol-Ära seines Förderers Ernst Happel die größten Erfolge (1987/88). Daraus resultierte die Bezeichnung "roter Messias". Ralph Hasenhüttl war als Spieler seine Entdeckung. Am Freitag verstarb Adi Pinter (68) unerwartet nach schwerem Herzinfarkt.

Beinahe legendär wurde der überaus selbstbewusste Tausendsassa durch eine verbale Äußerung. Er hatte die Menschheit - frei nach Friedrich Nietzsche - in zwei Gruppen eingeteilt: 98 Prozent "Naturdeppen" und zwei Prozent "Übermenschen". Pinter selbst hatte immer wieder betont, dass diese Aussage aus dem Zusammenhang gerissen worden sei.

Pinters eigentlicher Vorname lautete "Adolf" - er legte aber auf die Abkürzung wert: "Ich war immer Adi und nie Adolf."

Ein skurriles - und auch weit über das Drittliga-Level hinaus überaus bestauntes - Ende hatte vor wenigen Jahren übrigens die Trainertätigkeit Pinters beim FC Pasching in der Regionalliga Mitte genommen: Grund war nicht das 0:6-Debakel seiner Mannschaft beim GAK, sondern der Umstand, dass er während des Aufwärmens seiner Spieler unmittelbar vor der GAK-Fankurve seinen Oberkörper entblößt und die Fans mit einem GAK-Schriftzug auf dem Rücken begeistert hatte (siehe Bild oben). Für den Pasching-Präsidenten Grund genug, um sich von Pinter zu trennen.

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