Mo, 19. Februar 2018

470 Kunstwerke:

12.04.2016 15:33

Großzügige Schenkung an Joanneum

Das Museum Joanneum und ganz besonders die Neue Galerie freuen sich über eine überaus großzügige Schenkung: Helmut Suschnigg, in Wien lebender gebürtiger Grazer, hat dem steirischen Museum 470 hochkarätige internationale Kunstwerke übergeben. Eine Sammlung, die die Neue Galerie in eine ganz andere Liga hebt.

Es hat ganz den Anschein, dass Helmut Suschnigg, seit Jahrzehnten leidenschaftlicher Kunstsammler (nach eigener Definition: Jäger), Platz für neue Errungenschaften braucht. Also hat er sich von 470 hochkarätigen Werken, Gemälden ebenso wie großformatigen Plastiken (etwa Hrdlicka) getrennt und sie aufgrund seiner Heimatverbundenheit, aber auch weil er die Werke öffentlich zugänglich machen wollte, dem Universalmuseum Joanneum geschenkt. Und obwohl das Joanneum in den letzten Jahren quasi mit Schenkungen (Sammlungen Ploner und Schilcher; Werke von Lassnig, Hollegha etc.) verwöhnt wurde, nimmt diese Gabe doch eine Sonderstellung ein. Nicht nur wegen der hohen Zahl von Kunstwerken, sondern auch wegen deren außerordentlicher Qualität.

Neues Kapitel in der Neuen Galerie
Die Sammlung Suschnigg erweitert und bereichert das Museum nicht nur, wie Kulturlandesrat Christian Buchmann betont, sie ermöglicht auch das Aufschlagen neuer Kapitel in der Neuen Galerie. Gab es bislang keine Werke der amerikanischen Pop Art im Haus, so kann man nun auch einen ansehnlichen Bestand von Warhols, Liechtensteins, Katz’, Keith Harings und anderen mehr vorweisen.

470 Kunstwerke im Wert von 9,5 Millionen Euro
Ebenfalls neu in der Inventarliste der Neuen Galerie sind Arbeiten von Wurm, Kogler, Zeppl-Sperl, Ringel, Attersee, Staudacher, Prachensky, Elke Krystufek und Esther Stocker sowie Gerwald Rockenschaub, Victor Vasarely, Tony Gragg und viele weitere mehr. Etwa 9,5 Millionen Euro sind diese 470 Kunstwerke wert.

Weitere Gaben könnten folgen
Für die Neue Galerie ist die Schenkung eine echter Glücksfall, sie bedeutet eine Aufwertung der Institution, die mit eigenen Mitteln nie erreicht hätte werden können. Und sie ermöglicht es, Ausstellungen aus ganz neuen Blickwinkeln zusammenzustellen. Die Freude von Joanneums-Chef Wolfgang Muchitsch und dem Leiter der Neuen Galerie, Peter Peer, ist umso größer, als Helmut Suschnigg seine Spendierhosen noch nicht ausgezogen hat und an weitere Gaben denkt.

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