Fr, 17. November 2017

Leo Windtner

12.04.2016 16:54

ÖFB-Boss: „Ein Warnschuss vor der EURO!“

Fußball-Europa steht nach dem kolportierten Geständnis des mutmaßlichen Brüssel-Attentäters Mohammed Abrini unter Schock: War ein Anschlag auf die EURO geplant? Und wie groß ist die Gefahr beim Turnier in Frankreich? ÖFB-Präsident Leo Windtner nimmt die Drohungen nicht auf die leichte Schulter.

Der europäische Verband UEFA und die Veranstalter in Frankreich reagieren zwar betont gelassen auf die neuesten Entwicklungen - aber bei den teilnehmenden Nationen ist die Stimmung alles andere als ruhig. "Das war ein Warnschuss für die EURO", stellte Leo Windtner im "Krone"-Interview fest. "Dieses Geständnis muss für alle Verantwortlichen eine zusätzliche Motivation sein, alles im Kampf gegen den Terrorismus zu tun. Wir vertrauen den Behörden, wissen aber genau: Eine hundertprozentige Sicherheit gibt es nicht. Uns ist bewusst, dass Frankreich leider im Fokus steht."

"Fanmeilen am schwierigsten zu beschützen"
Die eigenen Sicherheitsmaßnahmen werden vorläufig nicht verschärft: "Wir haben ja eine Task-Force mit dem Innenministerium gebildet." Die größten Sorgen bereiten Windtner auch nicht die Stadien, sondern die öffentlichen Plätze: "Fanmeilen sind am Schwierigsten zu beschützen." Vor dem Pariser Eiffelturm sollen ja täglich über eine Million Menschen feiern.

Seit den Anschlägen vom 13. November 2015, als ja Attentäter beim Länderspiel gegen Deutschland fast ins Stade de France eindringen konnten, ist die Stimmung im europäischen Fußball auf dem Tiefpunkt.

Europas Fußballverband hat keine Führung
Probleme macht auch die derzeitige Führungslosigkeit der UEFA: Der formale Präsident Michel Platini ist wegen Korruptions-Verdachts suspendiert, und gegen den neuen Generalsekretär Theodore Theodoridis gibt es ähnliche Vorwürfe. Keine günstigen Voraussetzungen für volle Konzentration auf die Terror-Bekämpfung.

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