Do, 14. Dezember 2017

Landwirt verzweifelt

21.03.2016 10:05

Rinder-Herde droht der Tod: Neuer Halter gesucht

Der Aktive Tierschutz Steiermark richtet ein Appell an alle Rinderfreunde: Wer fasst sich ein Herz und nimmt sich jener acht Hochland- und sieben Zebru-Rinder an, die von ihrem Besitzer zwar sehr geliebt, aber nicht mehr länger versorgt werden können? Entgegen aller Wahrscheinlichkeiten hofft Gottfried K., dass die Herde zusammenbleiben darf. Bis die Tiere vermittelt werden können, sind die Tierschützer dringend auf Spenden angewiesen.

"Unlängst ereilte uns der Hilferuf eines tiefbetrübten Rinderhalters. Aufgrund zahlreicher persönlicher Schicksalsschläge ist es diesem nicht mehr möglich, für die Versorgung seiner Herde - bestehend aus acht Hochlandrindern und sieben Zebu-Rindern - aufzukommen", so Herbert Oster, Obmann des Aktiven Tierschutz Steiermark. Sein Verein nahm sich der Tiere an, um sie vor dem drohenden Hungertod oder der Auslieferung an einen Schlachter zu bewahren.

Tierschützer wollen Rindertod "zwingend verhindern"
Für Gottfried K. zählt nur eines: Keinesfalls sollen seine Rinder getötet werden. Daher hat er dem Aktiven Tierschutz seine Vierbeiner als Schenkung überlassen. Da die Tiere als Liebhaber- beziehungsweise wie Streichelzootiere gehalten worden waren, und zudem aufgrund ihrer Rasse nur eine geringe Körpergröße aufweisen, ist der sogenannte Schlachtwert der Herde auch sehr gering. "Diesen unnötigen Tod dieser wunderbaren Wesen gilt es nun zwingend zu verhindern", so Oster in einer Aussendung.

Dauerhafte Unterbringung gesucht
"Helfen, wir wollen einfach nur helfen - das ist unsere Aufgabe. Es kann doch nicht sein, dass wir diese Tiere töten lassen sollen, nur weil das Geld fehlt. Es ist zum Verzweifeln", so der Tierschützer. Der Aktive Tierschutz Steiermark hat zwar in einer ersten Maßnahme die Lieferung von 3000 Kilogramm Heu veranlasst, aber diese eine Menge reicht bei der Größe der Herde nur für ungefähr für sechs Wochen. "Wir bitten nun alle Tierfreunde darum, uns bei der dauerhaften Unterbringung der Kühe behilflich zu sein", so Herbert Oster.

Herde soll möglichst nicht getrennt werden
Das ist freilich eine Herausforderung, da die Herde im besten Fall nicht getrennt werden soll. Nur acht der Rinder sind ausgewachsen, der Rest noch im Jungtieralter. Der Ort, an dem die Herde bis zum jetzigen Zeitpunkt untergebracht war, kann nur als paradiesisch beschrieben werden. Die Tiere hatten viel Platz zur Verfügung und eine Weide mit Fließwasser, da der Standort in der Nähe von Murau gelegen ist, wo die Mur als Bach entspringt. "Es wäre sehr erfreulich, wenn jemand, der über eine ausreichend große Weide verfügt, sich um die besagte Herde kümmern möchte", so Herbert Oster.

So können Sie helfen!
Dringend erbeten ist auch die Unterstützung durch Spenden von Tierfreunden, um die Futtermittel für die Tiere finanzieren zu können. Der Aktive Tierschutz Steiermark ist für jegliche Unterstützung dankbar. Sie möchten Rinder aufnehmen oder haben einen hilfreichen Tipp? Bitte melden Sie sich unter Tel.: 0316/42 19 42. Sie möchten mit einer kleinen Spende helfen? Konto: Raiffeisen-Landesbank Steiermark, IBAN AT71 3800 0000 05135025, BIC RZSTAT2G.

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