Sa, 18. November 2017

Trotz UNO-Sanktionen

03.03.2016 05:49

Nordkorea feuert Kurzstreckenraketen ins Meer

Unmittelbar nach der drastischen Verschärfung der UNO-Sanktionen gegen Nordkorea hat das Land nach südkoreanischen Angaben mehrere Kurzstreckengeschoße ins Meer abgeschossen. Der UNO-Sicherheitsrat hatte zuvor als Reaktion auf den jüngsten nordkoreanischen Atomtest die bisher schärfsten Sanktionen gegen Pjöngjang verhängt.

Südkorea sprach zunächst von Kurzstreckenraketen, die vom kommunistischen Norden ins Japanische Meer abgefeuert worden seien. Später sagte der Sprecher des Verteidigungsministeriums, die genaue Art der Geschoße - Raketen oder Artilleriegeschoße - werde noch geprüft. Er fügte hinzu: "Die südkoreanische Armee beobachtet jegliche weiteren Schritte des Nordens."

Schärfste UNO-Sanktionen seit mehr als zwei Jahrzehnten
Nordkorea hatte am 6. Jänner seinen vierten Atomwaffentest seit 2006 und einen Monat später den Start einer ballistischen Rakete bekannt gegeben. Beides verstieß gegen mehrere UNO-Resolutionen. Darauf reagierte der UNO-Sicherheitsrat am Mittwoch mit neuen Strafmaßnahmen. Es seien die schärfsten Sanktionen, die der Sicherheitsrat in mehr als zwei Jahrzehnten verhängt habe, sagte die US-Botschafterin bei den Vereinten Nationen, Samantha Power.

Mit den Stimmen Chinas und Russlands beschloss der Sicherheitsrat einstimmig, unter anderem die Exportbeschränkungen für Nordkorea drastisch zu verschärfen - mit dem Ziel, dem Land die Finanzierung seiner Atom- und Raketenprogramme weiter zu erschweren. Weder Kohle noch Eisen, Eisenerz, Gold, Titan oder seltene Erden dürfen dem Land noch abgekauft werden. Treibstoff für Flugzeuge oder Raketen darf nicht mehr geliefert werden.

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