Mo, 11. Dezember 2017

"Will sexy sein!"

18.02.2016 06:00

Emily Ratajkowski kämpft nackt für den Feminismus

Ein Nacktbild als feministische Kampfansage? Was sich wie ein Widerspruch in sich anhört, ist für Emily Ratajkowski ein logischer Schritt. Warum? In einem Essay, das in Lena Dunhams feministischen Newsletter "Lenny" erschienen ist, kämpft die fesche 24-Jährige jetzt nämlich gegen die Sexualisierung der Frau und das Recht, sexy sein zu dürfen.

Sie ist wunderschön, sinnlich, sexy. Doch gegen genau diese Attribute hat Emily Ratajkowski etwas - besonders dann, wenn sie aus dem Mund eines Mannes kommen. Denn damit werden Frauen, so das Model in ihrem Schreiben, zu Objekten herabgewürdigt. Und das gehe ihr gegen den Strich, führt sie aus.

"Sexyness muss gefeiert werden"
"Die Schlussfolgerung ist, dass wenn man seine Sexualität zelebriert, dass man wertlos ist. Denn wenn man sexy ist, heißt das, dass man männliche Fantasien bedient", schreibt Ratajkowski, die an der Seite von Ben Affleck in "Gone Girl" zu sehen war, in dem Essay. "Für mich ist sexy zu sein eine Art von Schönheit, eine Art von Selbstdarstellung, aber eine, die gefeiert werden muss und eine, die einfach wundervoll weiblich ist."

Auch die Sexualisierung in den Medien stellt Ratajkowski in ihrem Essay an den Pranger. "Warum muss die Konsequenz sein, dass Sex eine Sache ist, die sich Männer von Frauen nehmen und Frauen sich hingeben?" Vor allem jungen Frauen würde durch Werbung, Promis oder Filme ein falsches Bild vermittelt. "Die meisten Jugendlichen werden an 'sexy' Frauen durch Pornos oder bearbeitete Fotos der Stars herangeführt. Ist das das einzige Beispiel einer Frau, das wir den Mädchen unserer Kultur liefern können?", will Ratajkowski wissen.

"Will nicht in Welt voller Stiller Vorwürfe leben"
Als kurviges Mädchen habe sie schon früh mit Vorurteilen zu kämpfen gehabt. Mit 14 habe die stellvertretende Direktorin ihrer Schule ihren BH-Träger vor der gesamten Klasse geschnappt, "weil der Träger unter meinem Tanktop hervorgerutscht ist und das den Dresscode der Schule gebrochen hat", erinnert sie sich zurück. Auch Familienmitglieder hätten sich schon in jungen Jahren Sorgen darüber gemacht, dass sie zu aufreizend auf Männer wirken könnte.

Gegen diese Haltung lehne sie sich vehement auf, schreibt sie weiter. "Ich verweigere mich, in dieser Welt voller Schande und stiller Vorwürfe zu leben. Das Leben sollte uns nicht von anderen aufoktroyiert werden. Und ich wünsche mir, dass die Welt versteht, dass die Reaktionen der Menschen auf meine Sexyness nicht meine, sondern deren Probleme sind."

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