Sa, 18. November 2017

Deutsche Bundesliga

18.11.2015 11:59

Nach Terror-Einsatz: Hannover 96 sagt Training ab

Die Terrorgefahr ist dem Fußball nach den Anschlägen von Paris so nahe wie lange nicht. Nach der Anschlagsdrohung am Dienstagabend sagt Hannover 96 das Training am Vormittag ab. Wie der Ligaverband DFL bekannt gab, soll der 13. Spieltag in der deutschen Bundesliga aber wie geplant stattfinden.

"Dem einen oder anderen tut es sicher gut, nach den Geschehnissen etwas länger zu schlafen. Aber wir haben das Training schon aus logistischen Gründen abgesagt. Es war nicht klar, ob wir die Kabinen nutzen können", sagte 96-Sprecher Alex Jacob gegenüber dem TV-Sender "Sky". Die Trainingseinheit am Nachmittag um 14.30 Uhr soll aber planmäßig stattfinden.

"Dramatische Folgen für den Fußball"
Das Freundschaftsspiel zwischen Deutschland und den Niederlanden musste nach einer Terrorwarnung am Dienstagabend abgesagt werden. "Dieser Abend wird alles verändern für die Bundesliga, und er wird dramatische Folgen für den Fußball haben", so 96-Vorstandschef Martin Kind.

Hannover 96 ist muss Samstag (15.30 Uhr) am 13. Spieltag der deutschen Bundesliga beim Tabellensechsten Borussia Mönchengladbach zu Gast. Laut den letzten Informationen werden alle Spiele planmäßig stattfinden. Dortmund soll am Freitag die 13. Runde mit der Partie beim Hamburger SV eröffnen. Der HSV will die Sicherheitsmaßnahmen für die mit 57.000 Zuschauern ausverkaufte Partie erhöhen. Ähnliches kündigte Hertha BSC für die Partie gegen 1899 Hoffenheim im Berliner Olympiastadion am Sonntag an.

"Der Spieltag wird stattfinden"
Rainer Koch, der gemeinsam mit Liga-Präsident Reinhart Rauball den Deutschen Fußball-Bund (DFB) führt, warnte vor übereilten Entscheidungen: "Wir müssen jetzt entsprechend besonnen damit umgehen und einfach wachsam sein und auch die Sicherheitsvorkehrungen entsprechend für zukünftige Veranstaltungen kritisch überprüfen und gegebenenfalls auch erhöhen, wo notwendig", sagte Koch. Rauball bestätigte: "Der Spieltag wird stattfinden."

Offen ist, ob am Wochenende auch alle deutschen Nationalspieler nach den dramatischen Erlebnissen der vergangenen Tage schon wieder in den Liga-Alltag zurückkehren. "Alle Spieler sind - größtenteils bereits gestern Abend - abgereist und wohlbehalten zu Hause angekommen", teilte das deutsche Team am Mittwochvormittag mit.

Am Dienstagabend war der Bus mit der Auswahl von Trainer Joachim Löw auf der Anfahrt zum Stadion von der Polizei gestoppt worden, das Team wurde in Sicherheit gebracht. Es war bereits der zweite Schreckenstag für die Weltmeister, die auch die Anschläge von Paris am Rande des Länderspiels im Stade de France in St. Denis miterlebt hatten.

Laut dem deutschen Justizminister Heiko Maas war die Absage unvermeidlich. Es war eine "bittere, aber richtige Entscheidung", sagte der SPD-Politiker am Mittwoch. Die Sicherheitsbehörden hätten gute Arbeit geleistet. Obwohl das Spiel nicht stattgefunden habe, müsse die Botschaft weiterhin lauten: "Wir werden nicht zurückweichen" und "wir werden uns unsere Art zu leben nicht nehmen lassen."

Das könnte Sie auch interessieren
Kommentar schreiben

Sie haben einen themenrelevanten Kommentar? Dann schreiben Sie hier Ihr Storyposting! Sie möchten mit anderen Usern Meinungen austauschen oder länger über ein Thema oder eine Story diskutieren? Dafür steht Ihnen jederzeit unser krone.at-Forum, eines der größten Internetforen Österreichs, zur Verfügung. Sowohl im Forum als auch bei Storypostings bitten wir Sie, unsere AGB und die Netiquette einzuhalten!
Diese Kommentarfunktion wird prä-moderiert. Eingehende Beiträge werden zunächst geprüft und anschließend veröffentlicht.

Kommentar schreiben
500 Zeichen frei
Kommentare
324

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB).

Für den Newsletter anmelden