Di, 12. Dezember 2017

Einsatz in Rotterdam

18.09.2015 10:24

In Thalys-Zug verschanzt: Polizei überwältigt Mann

Schwer bewaffnete Sondereinheiten der niederländischen Polizei haben einen Mann überwältigt, der sich stundenlang im internationalen Zug Thalys am Rotterdamer Hauptbahnhof verschanzt hatte. Der Verdächtige sei festgenommen worden, bestätigte eine Polizeisprecherin am Freitag. Noch ist unklar, ob der Mann bewaffnet war.

In der Früh hatte die Polizei den Hauptbahnhof von Rotterdam teilweise gesperrt und den Thalys evakuiert. Polizeikräfte und eine schwer bewaffnete Anti-Terror-Einheit umzingelten den Zug, nachdem ihn alle Passagiere verlassen hatten.

Mann vor Abfahrt noch in Zug gesprungen
Kurz vor der geplanten Abfahrt des Zuges auf dem Weg von Amsterdam nach Paris war der Mann nach Angaben der Polizei in den Zug gesprungen. Er schloss sich daraufhin in der Toilette ein. Berichte von Augenzeugen, dass der Mann bewaffnet gewesen sei, konnte die Polizei vorerst nicht bestätigen.

Der Betreiber des Thalys meldete auf Twitter: "Sicherheitskräfte haben alles unter Kontrolle. Alle Passagiere in Sicherheit."

Anschlag im August vereitelt
Im August war ein schwer bewaffneter Mann in einem Thalys auf dem Weg nach Paris überwältigt worden. Der 25-jährige Angreifer war mit einer Kalaschnikow, einer Pistole und einem Teppichmesser bewaffnet in dem Schnellzug von Amsterdam nach Paris aufgetaucht. Vor allem durch das beherzte Eingreifen von zwei US-Soldaten und ihrem Freund, die den mutmaßlichen Islamisten überwältigten, konnte vermutlich ein Blutbad verhindert werden.

Eine Woche nach dem vereitelten Anschlag verständigten sich die europäischen Innen- und Verkehrsminister auf mehr Kontrollen in Zügen und eine Einführung von Namenstickets. Geplant sind etwa multinationale Patrouillen im grenzüberschreitenden Zugverkehr und Namensfahrscheine auf wichtigen internationalen Bahnverbindungen. Zudem sollen die Kontrollen von Passagieren und Gepäck auf größeren Bahnhöfen verstärkt sowie die Waffengesetze verschärft werden, erklärten die Minister.

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