Sa, 16. Dezember 2017

"Krone"-Interview

18.08.2015 18:30

Hofmann "will die CL-Hymne noch achtmal hören"

Rapids Kapitän Steffen Hofmann spricht im Interview mit der "Krone" über den Reiz der Champions-League-Hymne, lebendigen Optimismus vor dem Kracher gegen Schachtjor Donezk, seine neue Rolle in der grün-weißen Elf und das 10-Jahres-Jubiläum des bisher letzten Einzugs in die Gruppenphase der Königsklasse. Dazu passend: Im Video unten sehen Sie, wie sich Protagonisten der 2005er-Mannschaft an Valachovics Goldköpfchen, Guerreros Nudeltor und Dobers Clinch mit Ibrahimovic erinnern.

"Krone": Am Mittwoch geht's im Play-off der Champions League zu Hause gegen Schachtjor Donezk – schon vor zehn Jahren war Steffen Hofmann Kapitän der Rapid-Erfolgsmannschaft, die sich durch einen 1:0-Sieg bei Lok Moskau für die Königsklasse des europäischen Fußballs qualifiziert hat. Können Sie sich eigentlich noch an die Aufstellung erinnern?
Steffen Hofmann: Aber ganz genau bis auf die Auswechslungen. Solche Tage vergisst man nicht. Wir haben damals als Mannschaft gut funktioniert.

"Krone": So wie jetzt auch. Aber damals ertönte im Play-off noch nicht die offizielle Hymne der Champions League. Diesmal schon.
Hofmann: Das ist ein herrliches Gefühl, die auf dem Rasen hören zu können – da geht für einen Fußballer wirklich nichts darüber. Meine Mitspieler kennen das ja noch nicht. Ich vergönne ihnen ihre Premiere von ganzem Herzen. Ich will diese Hymne heuer nicht nur zweimal hören, sondern achtmal.

"Krone": Also auch in den sechs Gruppenspielen. Dann mit 35 Jahren nochmals Champions League wäre…
Hofmann: …ein absoluter Traum. Erst recht, wenn uns zum Unterschied von 2005 ein Sieg gelingen sollte. Das wäre absolut optimal!

"Krone": Dem steht Schachtjor Donezk im Weg. Eine Mannschaft aus der Ukraine, die zum 16. Mal in der Champions League oder im Europacup der Meister spielt.
Hofmann: Ich weiß – diese internationale Erfahrung hatte damals Lok Moskau nicht, die hat Schachtjor voraus. Aber trotzdem, in Rapid steckt das Potenzial, um auch so ein Kaliber auszuschalten.

"Krone": Hat diese Entwicklung den Kapitän überrascht?
Hofmann: Ich habe vor einem Jahr trotz der Enttäuschung gegen Helsinki gesagt: Diese Mannschaft braucht nur noch etwas Zeit. Die haben wir genützt, erstmals kein Potenzial verkauft, sondern den Kader sogar verbreitert. Das wirkt sich positiv aus, ebenso den Weg mit jungen Spielern konsequent zu verfolgen. Jetzt haben wir uns in einen Erfolgsrausch gespielt, der uns viel Selbstvertrauen bringt.

"Krone": Sie nehmen es zum Unterschied von früher gelassener, wenn Sie ausgetauscht werden oder Joker sind.
Hofmann: Weil ich in der Vorbereitung eine Woche pausieren musste und da immer ein Plan des Trainers dahintersteckt, der stets auch das nächste Spiel im Kopf hat.

"Krone": Was muss Rapid vorlegen, um am nächsten Dienstag in Lemberg den Aufstieg feiern zu können?
Hofmann: Auch wenn viele darüber den Kopf schütteln werden: Ein 0:0 wäre für uns ein gutes Ergebnis. Ich bin überzeugt, dass wir das in der Ukraine in den Aufstieg in die Gruppenphase verwandeln würden.

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