Mi, 13. Dezember 2017

Flucht unbelohnt

15.06.2015 22:18

Denifl setzt sich bei Tour de Suisse in Szene

Der Slowake Peter Sagan hat am Montag nach 174,5 Kilometern in Olivone das 3. Teilstück der Tour de Suisse gewonnen. Es ist der über die Jahre schon 10. Etappensieg des Sprinters bei dieser Rundfahrt. Auch diesmal setzte er sich im Spurt durch, in einer rund 30-köpfigen Gruppe vor Daniel Moreno (ESP) und Thibaut Pinot (FRA). Der Niederländer Tom Dumoulin verteidigte sein Führungstrikot mit Erfolg. In der ersten Fluchtgruppe des Tages hatte sich kurz nach dem Start ab dem Fuß des Aufstiegs zum Gotthard in Airolo auch der Österreicher Stefan Denifl in Szene gesetzt.

Der Tiroler aus dem IAM-Team kam mit dem Italiener Marco Marcato weg, nach der Passhöhe gesellte sich der Weißrusse Branislau Samoilau hinzu. Diese drei Ausreißer ließen die Verfolger lange gewähren. Erst 36 Kilometer vor dem Ziel spannte sich die Equipe Tinkoff-Saxo für Sagan vor das Feld. Zu diesem Zeitpunkt waren Denifl und Co. sechseinhalb Minuten vorausgelegen. Dennoch war bald klar, dass sie nicht durchkommen würden. 8,5 km vor dem Ziel wurden sie gestellt. Denifl wurde schließlich auf der Etappe mit 4:06 Minuten Rückstand als bester von fünf Österreichern 30., gesamt ist der 27-Jährige 56. (+11:46 Minuten).

Tiroler mit "Kampf-Preis" und Bergtrikot belohnt
Auf seiner Flucht gewann Denifl die Bergwertungen "Gotthardpass" (Matthias Brändle wurde Vierter) sowie "Leontica" und holte sich mit den da geholten 28 Punkten das Trikot für den Führenden in der Bergwertung. Schon in der Früh hatte er bei der Teambesprechung angekündigt, auf der Etappe angreifen zu wollen. "Ich wollte wissen, ob mein Knie nach all den Monaten mit Therapie und Training halten würde", so Denifl.

Er hatte erst Anfang April nach achtmonatiger Pause infolge einer Knieverletzung wieder trainiert. "Ich bin sehr glücklich mit meinem Tag, denn ich verspürte keine Schmerzen." Als Bonus gab es den Preis für den kämpferischsten Fahrer auf der Etappe. "Es könnte nicht besser sein für mein Selbstvertrauen." Das Bergtrikot will Denifl nun zumindest bis Mittwoch tragen, wenn es nach Österreich auf den Rettenbachferner ob Sölden und damit in die Nähe seiner Heimat geht. Mario Chiesa, Sportlicher Leiter von IAM: "Ich bin froh, dass Denifl auf einem guten Weg zurück ist. Es hat am Ende nicht sehr viel bis zum Etappenziel gefehlt."

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