Do, 19. Oktober 2017

Umgang mit Geld

26.06.2015 16:45

Die richtige Finanz-Erziehung für Ihr Kind

Damit Ihr Kind einen guten Start in sein eigenes Finanzleben bekommt, ist die richtige Geld-Erziehung ein wichtiges Thema. Schließlich ist ein vernünftiger Umgang mit Geld die Grundlage für ein schuldenfreies, zufriedenes Leben und die Erfüllung vieler Lebensträume.

Speziell kleine Kinder haben oft noch keinen Bezug dazu, dass die Erfüllung von Wünschen an das Vorhandensein von Geld geknüpft ist. Es überwiegt das Bedürfnis des "Habenwollens". Den Zusammenhang zwischen Wünschen bzw. notwendigen Anschaffungen und Geld sollten Kinder daher schon früh vermittelt bekommen. Es kann nicht schaden, schon im Kindergartenalter das Kind an das Thema Finanzen heran zu führen.

Tipp 1 - Verknüpfung herstellen
Je früher Ihr Kind begreift, dass es einen Zusammenhang zwischen Arbeit und Geld gibt, desto besser. Das muss nicht unbedingt so gestaltet sein, dass es sein Taschengeld selbst verdienen muss, aber kann so aussehen, dass es durch gewisse Tätigkeiten im Haushalt sein Budget aufbessern kann oder gewisse Wünsche an Bedingungen geknüpft sind. Beispiel: Ihr Kind bekommt das heiß ersehnte Stofftier dann geschenkt, wenn es sein Zimmer brav in Ordnung gehalten hat.

Tipp 2 - Verzicht lernen
Ihr Kind bekommt beispielsweise fünf Euro Taschengeld pro Woche. Gibt es dieses gleich aus, bekommt es ein paar Süßigkeiten darum. Spart es jedoch das Taschengeld ein Monat lang, dann kann es sich ein Spiel darum kaufen. Und bestimmte Wünsche werden dann eben nur zu Weihnachten oder zum Geburtstag erfüllt. Unterstützen Sie Ihr Kind darin zu sparen, versteht es rechtzeitig, dass es sich nicht alle kleinen Wünsche sofort erfüllen muss – aber sich durch den Aufschub auch größere Wünsche erfüllen kann. Denn lernt Ihr Kind nicht, sich Wünsche aufzuheben, bis es sich diese leisten kann, tappt es umso leichter in die Schuldenfalle.

Tipp 3 - Sparen spannend machen
Schon eine schöne und lustige Sparbüchse kann Sparen für Ihr Kind zu einem Erlebnis machen. Zählen Sie mit ihm gemeinsam, was es schon auf die Seite gelegt hat, und freuen Sie sich mit ihm. Erklären Sie ihm, welche Wünsche es sich mit der zusammengesparten Summe bereits erfüllen kann - so wird das Geld greifbarer. Zeigen Sie ihm Ihren Stolz, wie brav es sein Geld zusammenhalten kann. Auch Geldgeschenke von der Familie sollten direkt in einem Sparschwein landen.

Tipp 4 - Taschengeld und Budget
Je älter Ihr Kind wird, desto mehr Verantwortung kann es übernehmen. Im Alter ab 12 Jahren ist ihm bereits Verantwortung für sein eigenes Budget zuzutrauen. So können Sie Ihrem Kind beispielsweise ein Jausengeld oder Geld für Schulbücher, Kleidung, etc. geben. Verbraucht es dieses nicht vollständig, gehört der Rest ihm. Andererseits wird aber auch nichts nachgeschossen, wenn Ihr Kind mit diesem Budget nicht auskommt. Müssen Sie unterstützend eingreifen, ziehen Sie ihm dies von seinem Privatbudget fürs nächste Monat ab. Oder Ihr Kind kann Arbeiten im Haushalt übernehmen, mit denen es sich etwas dazuverdienen darf.

Tipp 5 - Eigenes Sparkonto
Wenn Sie Ihrem Kind eine gewisse Reife zutrauen, können Sie mit ihm gemeinsam ein eigenes Sparbuch bzw. ein Konto bei Ihrer Bank anlegen. Viele Banken bieten bereits Konten für Kinder ab zehn Jahren an. Diese sind oft auch schon mit einer "gesicherten" Bankomatkarte ausgestattet, die keine Überziehung und nur die Abhebung kleiner Beträge erlaubt. So kann Ihr Kind unter Ihrer Anleitung langsam beginnen, sich sein eigenes Geldleben aufzubauen. Je früher es lernt, den Überblick über seine Finanzen zu behalten, desto besser. Ihre Aufgabe besteht darin zu erklären und zu unterstützen, damit es lernt, wie die Dinge funktionieren.

Tipp 6 - Vorbild sein
Der beste Lehrmeister für Ihr Kind sind Sie selbst. Gehen Sie wirtschaftlich mit Ihrem Geld um und wissen, wie man spart, ist das das beste Vorbild für Ihr Kind. Wird Ihr Kind verwöhnt und bekommt jeden Wunsch sofort erfüllt bzw. sieht, dass man durch Schulden bei der Bank auch gut leben kann, dann wird es dieses Verhalten aufnehmen und selbst einmal Probleme mit seinen Finanzen haben bzw. nicht eigenständig werden. Auch sollten Sie Ihr Kind nicht demotivieren, indem Sie auf seine Sparguthaben zugreifen, wenn Sie Geld brauchen. Damit vernichten Sie seinen Sparwillen und erzeugen Frustration.

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