Sa, 21. April 2018

Wiederaufbau

13.04.2006 20:40

Lift für Zehntausende von Häusern in New Orleans

Nach der Flutkatastrophe in New Orleans im US- Bundesstaat Louisiana sollen mehrere zehntausend Häuser rund 90 Zentimeter angehoben werden. Das sieht eine Empfehlung der US- Katastrophenschutzbehörde vor. Hausbesitzer haben jetzt endlich Klarheit und können sich entscheiden, ob sie ihre beschädigten Häuser renovieren, abreißen und neu bauen oder mit einer Entschädigungszahlung die Stadt ganz verlassen.

Nach Angaben des Blattes wird es noch ein Jahr dauern, bis aus der Empfehlung eine verbindliche Vorschrift wird. Hausbesitzer, die ihre Häuser nicht höher setzten, riskierten aber bereits jetzt teurere Versicherungspolicen und den Verlust von Bundeshilfen.

Zum Anheben der Holzhäuser soll das Fundament freigelegt werden. Dann werden unter die längeren Hauskanten Metallschienen gelegt. Ein Hydraulikheber hievt das gesamte Haus dann in die Höhe. Anschließend wird unter das in der Luft schwebende Haus ein neues, 90 Zentimeter hohes Fundament gemauert.

Schutzmaßnahmen sollen verbessert werden
Zugleich will sich das Weiße Haus beim US-Kongress um weitere 2,5 Milliarden Dollar (2,07 Milliarden Euro) für eine Verstärkung der Dämme in New Orleans bemühen. Nach Einschätzung der Katastrophenschutzbehörde sollen 98 Prozent des Stadtgebietes der Südstaatenmetropole vor einer neuen Flutkatastrophe geschützt sein.

Nach Hurrikan "Katrina" Ende August vergangenen Jahres waren die Dämme in New Orleans an einigen Stellen gebrochen. Als Folge standen ganze Stadtgebiete mehrere Meter unter Wasser. 972 Menschen waren bei der Katastrophe ums Leben gekommen.

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