Do, 14. Dezember 2017

Vertrauen wächst

26.02.2015 14:43

Griechen bringen ihr Geld zurück zu ihren Banken

Nach der Einigung zwischen Griechenland und der Euro-Gruppe über eine Verlängerung des Hilfsprogramms kehrt laut Athen das Vertrauen der griechischen Bürger in das Finanzsystem des Landes zurück. Allein am Dienstag, als die Einigung erzielt wurde, seien 700 Millionen Euro bei den griechischen Banken eingezahlt worden, sagte Finanzminister Yanis Varoufakis am Donnerstag.

Es gebe nun eine regelrechte "Flucht" ins griechische Finanzsystem, sagte er. Die Bankkunden in dem Krisenland hatten seit Anfang Dezember Schätzungen zufolge mehr als 20 Milliarden Euro abgehoben. Viele Griechen überwiesen auch Geld ins Ausland. Um die geschwächten griechischen Banken finanziell über Wasser zu halten, gewährt die europäische Zentralbank ihnen Notkredite.

Optimistische Einschätzung der Lage
Die griechische Zentralbank gab am Donnerstag eine vergleichsweise optimistische Bewertung der Lage ab. Das Land habe nach Jahren der Rezession und harten Zeiten für die Bürger derzeit "relativ wenige Probleme". Es bestehe jetzt die Chance, in die "nächste Phase" einzutreten, "in der das Wachstumspotenzial der Wirtschaft deutlich besser ausfallen wird", erklärte Zentralbankchef Yanis Stournaras. Das Bruttoinlandsprodukt werde 2015 wachsen und 2016 noch stärker zulegen, prognostizierte der frühere Finanzminister. 2014 hatte Griechenland erstmals nach sechs Jahren Rezession wieder ein Wirtschaftswachstum von 0,7 Prozent verzeichnet.

Damit sich die Wirtschaft tatsächlich weiter erhole, müssten allerdings "Unsicherheiten" unter Kontrolle gehalten werden, mahnte Stournaras. Dazu zähle die Einhaltung der Athener Zusagen gegenüber den europäischen Partnern für die anvisierte Verlängerung des Hilfsprogramms. Weitere Risikofaktoren seien eine Verschlechterung der Staatsbilanzen und "Reformmüdigkeit", erklärte Stournaras.

Rettungsprogramm bis Ende Juni verlängert
Griechenland und die Euro-Gruppe hatten sich am Dienstag auf eine Verlängerung des eigentlich Ende Februar auslaufenden Programms bis Ende Juni geeinigt. Bedingung dafür war eine Liste der griechischen Regierung mit Maßnahmen wie Verkäufen von Staatseigentum, Kampf gegen Frühpensionierung und effizientere Steuererhebung.

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